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Mac App Store: Diskussion über geringe Verdienstchance

Trotz hoher Chart-Platzierung hat ein Entwickler mit seiner Software am ersten Tag im Mac App Store nur einen kleineren Betrag eingenommen – und eine Diskussion über die Tragfähigkeit von Apples Vertriebskanal ausgelöst.

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Mac App Store: Diskussion über geringe Verdienstchance

Redacted soll Bildelemente unkenntlich machen

(Bild: Entwickler)

Der Entwickler Sam Soffes hat Details zu den Einnahmen seiner neuen Mac-App Redacted veröffentlicht: Obwohl diese es am ersten Verkaufstag zum Preis von 5 Dollar in die Top 10 der meistverkauften Programme im US-Mac-App-Store gelangte und es auf den ersten Platz in der Kategorie Grafik-Software schaffte, haben seine Einnahmen nach Abzug von Apples 30-Prozent-Anteil bei gut 300 Dollar gelegen. Knapp 60 Exemplare seiner App hat er über den Mac App Store in den USA verkauft. Er habe sich fast dazu entschieden, Indie-Entwickler zu bleiben, bevor er seinen Job bei einem Bezahl-Dienst antrat, schreibt Soffes – nun sei er froh, dass er sich doch gegen die Selbständigkeit entschieden hat.

Diese Verkaufszahlendetails haben eine Diskussion unter Mac-Entwicklern und Nutzern über die Verdienstmöglichkeiten im Mac App Store losgetreten. Der Entwickler Daniel Jalkut entgegnete auf Twitter, dass die kurzzeitige Platzierung unter den meistgekauften Programmen recht wenig über den tatsächlichen Verdienst aussagt – um im Mac App Store reich zu werden, müsse man entweder länger bei den umsatzstärksten Programmen vertreten sein oder ganz oben in den Gratis-Charts: Dort sind gewöhnlich Apps und Dienste zu finden, die ihr Geld auf andere Weise machen.

Nach Soffes hat mit Realmac ein erstes Entwicklerstudio ebenfalls Details zu den eigenen Verkaufszahlen publiziert: Die für 10 Dollar angebotene To-Do-App Clear habe beispielsweise am 6. Mai im Mac App Store gut 450 Dollar eingebracht – sie sei damit auf Platz 15 der meistgekauften sowie auf Platz 35 der umsatzstärksten Apps gelegen. Es sei keine gute Geschäftsidee rein auf den Umsatz aus Apples App-Läden zu vertrauen, merkt der Realmac-Entwickler Dan Counsell an – seinen Höhepunkt habe Apples Vertriebskanal für Indie-Entwickler im Jahr 2013 gehabt. (lbe)