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Mac OS X 10.10.4: Apple wirft Problemkind discoveryd raus

Der mit OS X Yosemite neu eingeführte Netzwerkprozess, der vielen Nutzern seit Monaten Probleme bereitet, wird im nächsten Update offenbar durch den altgedienten Vorgänger ersetzt.

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Mac OS X 10.10.4: Apple wirft Problemkind discoveryd raus

(Bild: Apple)

In der am Dienstagabend veröffentlichten vierten Beta von Mac OS X 10.10.4 fehlt der problematische Netzwerkdaemon "discoveryd", wie Entwickler bemerkten. An seine Stelle tritt der altgediente mDNSResponder, der bereits bis hin zu OS X 10.9 verschiedene Netzwerkdienste im System verankert hat, darunter das Auflösen von DNS-Namen, Bonjour-Gerätenamen und anderen Netzwerkdiensten.

Der mit OS X 10.10.0 Yosemite eingeführte Nachfolger discoveryd sorgt seit Anbeginn für zahlreiche Probleme, darunter beispielsweise eine ungewöhnlich hohe Prozessorauslastung, abbrechende WLAN-Verbindungen sowie das störende Hochzählen des Gerätenamens. Der Daemon ist bis hin zur aktuellen Version 10.10.3 Systembestandteil von Mac OS X.

Apple hat sich zu der Problematik bislang nicht geäußert. Unklar bleibt, warum mDNSResponder überhaupt durch discoveryd ersetzt wurde – ursprünglich wurde spekuliert, dieser bilde die Grundlage für mit Yosemite neu eingeführte Netzwerkfunktionen wie Handoff und Airdrop zu iOS-Geräten. Bei frustrierten Nutzern, die discoveryd von Hand durch eine alte Version von mDNSResponder ersetzt hatten, liefen die neuen Funktionen Berichten zufolge aber weiterhin. Ob der Konzern für 10.10.4 Änderungen bei mDNSResponder vorgenommen hat, bleibt ebenfalls offen.

Mac OS X 10.10.4 ist seit Mitte April im – inzwischen auch öffentlich zugänglichen – Beta-Test. Eine detaillierte Liste mit Änderungen und Neuerungen hat der Hersteller noch nicht bekanntgegeben. Die Veröffentlichung der finalen Fassung könnte im Juni folgen. (lbe)