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Mac Pro feiert fünften Geburtstag – ohne Neuerungen

Anfang Juni jährt sich die Vorstellung der "aktuellen" Generation von Apples Profi-Rechner zum fünften Mal. Vor 2019 sind keine neuen Modelle zu erwarten.

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Der Mac Pro – hier beim Auseinandernehmen.

(Bild: iFixIt)

Apples aktuelle Neigung, Macs unverändert über viele Jahre anzubieten, feiert in den kommenden Tagen ein unrühmliches Jubiläum: Am 10. Juni jährt sich die offizielle Vorstellung der momentanen Generation des Mac Pro bereits zum fünften Mal. Sie fand im Rahmen der World Wide Developers Conference (WWDC) 2013 in San Francisco statt – unter großem Tamtam. Marketingboss Phil Schiller betonte damals, das Geräte zeige, wie innovativ Apple doch noch sei: "Can't innovate anymore, my ass!", rief er in die Runde. Damals waren iOS 7 und macOS 10.9 aktuelle Betriebssysteme, heute sind es iOS 11 und macOS 10.13.

Auf den Markt kam die Rechnerlinie im Alu-Röhren-Design dann allerdings erst im Dezember 2013 – in kleinen Stückzahlen, die sich über die kommenden Monate steigerten. Wer heute einen Mac Pro kauft, muss schon schmerzfrei sein: Am hohen Verkaufspreis der Profi-Maschinen hat Apple im vergangenen Jahr nur leichte Anpassungen vorgenommen. Der Einstiegspreis liegt ansonsten mit 3400 Euro mittlerweile sogar höher als noch 2013.

Warum sich Apple bei der Aktualisierung des Mac Pro so viel Zeit lässt, ist nach wie vor unklar. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte der Konzern angekündigt, seinen Profi-Macs nach anhaltender Kundenkritik endlich wieder ein modulares Design zu verpassen, der Alu-Mac-Pro ist nämlich quasi nicht (bzw. nur mittels Thunderbolt 2) zu erweitern. Allerdings scheint die Aufgabe, eine derartige Maschine zu gestalten, Apples aktuelle Kapazitäten zu überfordern. Anfang April teilten Manager des Unternehmens gegenüber Journalisten mit, der neue Mac Pro sei "ein Produkt für 2019, nicht etwas für dieses Jahr".

Zur WWDC 2018, die am kommenden Montag in San Jose mit einer von Apples typischen Produktvorstellungen ("Keynote") beginnt, ist eine Vorstellung des neuen Mac Pro also wohl kaum zu erwarten – eher schon zur WWDC 2019. Vor dem Alu-Mac-Pro hatte Apple lange ein modulares System angeboten, in generalüberholter Form ist diese Variante ("Käsereibe") unter manchen Usern sogar noch heute beliebt.

Phil Schiller 2013 über Mac-Innovationen (Video: Apple).

Der Mac Pro ist nicht das einzige Alteisen, das Apple in seinem Angebot hat. Ein weiterer unrühmlicher Desktop-Fall ist der Mac mini, der im Oktober 2014 eingeführt wurde. Billiger ist der für Einsteiger gedachte Mac bislang übrigens nicht geworden – durch Wechselkursänderungen stieg der Euro-Preis im Lauf der Jahre sogar je nach Konfiguration um rund 50 bis 100 Euro. (bsc)