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Mac mini: 1000 Tage ohne Aktualisierung

Apples kleinster und günstigster Rechner scheint vom Hersteller nahezu aufgegeben: Seit dem 16. Oktober 2014 gab es keine neuen Modelle. Apple verkauft einfach die alten weiter.

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Passt in zwei Hände: Der Mac mini wird demnächst drei Jahre alt.

(Bild: Apple)

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Der Mac mini hat am gestrigen Mittwoch ein unschönes Jubiläum gefeiert: Es lagen zu diesem Zeitpunkt genau 1000 Tage hinter uns, seit Apple ein neues Modell des Einsteigerrechners, der ohne Tastatur, Maus und Bildschirm verkauft wird, eingeführt hat. Alle aktuell in Apples Onlineladen und anderswo verkauften Mac minis stammen vom 16. Oktober 2014.

Auch am Preis hat sich nichts verändert: Es geht weiterhin offiziell bei 569 Euro los – für ein i5-Modell mit 1,4 GHz und zwei Kernen, 4 GByte Arbeitsspeicher, (langsamer) 500 GByte Festplatte und Intel HD Graphics 5000. Wer sich ein Topmodell zusammenklicken möchte, zahlt bei Apple für einen 3 GHz schnellen i7 mit zwei Kernen, 16 GByte RAM und 1 TByte großer SSD samt Intel-Iris-Grafik genau 2329 Euro.

Es ist unklar, warum Apple den Mac mini vergessen zu haben scheint. Mittlerweile wurden allen anderen Produktlinien – mit Ausnahme des Mac Pro, der laut Apple im kommenden Jahr dran ist – Aktualisierungen gegönnt – auch auf diese musste lange gewartet werden. Sowohl MacBook Pro als auch MacBook Retina, iMac und sogar (ganz leicht) das MacBook Air hatte Apple zuletzt im Sommer zur WWDC Anfang Juni (siehe Mac & i-Liveticker) angefasst.

Wenig konkrete Informationen zum weiteren Schicksal des Mac mini hatte Apple zuletzt im April verlauten lassen. Damals deuteten die Manager Phil Schiller (Marketingchef) und Craig Federighi (Softwareboss) in einem Interview an, der Mac mini sei "ein wichtiges Produkt in unserem Line-up". Dass man ein "wichtiges" Produkt 1000 Tage lang nicht aktualisiert, steht zu dieser Aussage aber im krassen Widerspruch. Federighi und Schiller sagten damals auch, dass der kleinste Desktop-Mac "eine Mischung aus Consumer- und Pro-Gerät" sei und man an seinem Lineup nichts ändern wolle. Doch weder zu diesem Termin noch zur WWDC wurden neue Geräte angekündigt, obwohl das technisch sicherlich keine große Herausforderung wäre.

Immerhin gab es zuletzt im Frühjahr Spekulationen über einen Mac mini für Profis. Dieser werde "nicht mehr so mini" ausfallen, schrieb ein üblicherweise gut informierter Blogger. Einen anderen neuen Profi-Mac hat Apple für Ende des Jahres angekündigt: Den iMac Pro, der mindestens 5000 US-Dollar kosten soll. (bsc)