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Mac mini: Adapter erlaubt volle Grafikleistung bei Betrieb ohne Monitor

Wer den kleinen Apple-Rechner ferngesteuert betreibt, kennt das Problem: Ist kein Display angeschlossen, schaltet er die GPU herunter. Mit einer Zusatzhardware lässt sich das umgehen.

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Der Mac mini präsentiert sich eigentlich als der ideale Heimserver für Apple-Nutzer: Mit einem Preis von rund 600 Euro ist er vergleichsweise günstig, zudem kompakt genug, um ihn auch mal in einem Bücherregal zu betreiben. Dabei dominiert dann die sogenannte Headless-Verwendung: Der Rechner wird ohne Bildschirm betrieben und mit Werkzeugen wie Apple Remote Desktop oder dem in OS X Mavericks eingebauten Screensharing ferngesteuert.

Dieser Betrieb hat allerdings einen Nachteil: Stellt der Mac mini fest, dass kein Display an ihm hängt, dreht er automatisch den Grafikchip (GPU) herunter beziehungsweise lädt die notwendigen Treiber erst gar nicht. Die reduzierte Leistung merkt man dann auch bei der Fernsteuerung: So wirkt das Interface auch bei einer flotten Core-i7-Maschine lethargisch, der Mauszeiger zeigt Lag und Fenster werden nicht oder nur langsam aufgebaut.

Ohne weitere Anschlüsse: Der NewerTech-GPU-Beschleuniger emuliert einen angeschlossenen Monitor.

(Bild: Hersteller)

Das bekannte Problem lässt sich mit einer neuen Hardware umgehen, die der Apple-Zubehörspezialist OWC vorgestellt hat. Der NewerTech Headless Mac Video Accelerator wird in den Thunderbolt- beziehungsweise Mini-DisplayPort-Anschluss des Mac mini gesteckt. Dort liefert er dann ein Signal, das dem Rechner vorgaukelt, dass tatsächlich ein Display angebracht wäre. Resultat: Das Interface ist auch ferngesteuert in voller Pracht nutzbar.

Das NewerTech-Gerät wird für 19 US-Dollar verkauft und auch nach Europa verschickt. Es soll sofort lieferbar sein. Es ist allerdings nicht die einzige Lösung: Für Mac minis mit HDMI-Anschluss kann man auch zum fit-headless greifen, der aktuell rund 15 Euro kostet. Ein weiterer NewerTech-Konkurrent ist der DR HDMI von HD Fury. Dieser kommt mit zusätzlichen Profifunktionen wie einer Signaldurchleitung und kostet rund 76 Euro.

[Update 13.08.14 13:55 Uhr:] Wer noch einen Mini-DisplayPort-nach-VGA-Adapter im Haus hat und bastelfreudig ist, kann mit Hilfe eines Widerstands auch einen eigenen "Videobeschleuniger" bauen. (bsc)