MacBook Air mit Retina-Bildschirm: Berichte über "Staingate"-Flecken

Einem Apple-Memo zufolge kann sich die Anti-Glare-Beschichtung ablösen – auch bei erst seit 2018 gefertigten Geräten. Das Problem an sich ist alt.

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Schlimmstenfalls sieht es so aus – hier ein MacBook Pro.

(Bild: Staingate.org)

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Störende Flecken auf den Displays teurer MacBook-Produkte treten schon seit mehreren Jahren auf. Das sogenannte Staingate-Problem existiert mindestens seit 2015 – vermutlich sogar deutlich länger. Dabei können sich unter bestimmten Bedingungen Teile der Beschichtung des Bildschirms ablösen, die eigentlich dafür sorgen soll, dass Licht nicht zu stark reflektiert wird (Anti-Glare). Apple hat dazu bereits 2017 ein Austauschprogramm aufgelegt. Nun gibt es Berichte, laut denen auch das 2018 erstmals erschienene MacBook Air mit Retina-Bildschirm betroffen sein könnte.

Die Information stammt von Apple selbst. Ein entsprechendes Memo verteilte der Konzern an seine autorisierte Reparaturbetriebe (Apple Authorized Service Providers, die ASPs). "Retina-Bildschirme in manchen MacBook-, MacBook-Air- und MacBook-Pro-Computern können Probleme bei der Antireflexionsbeschichtung (AR) aufweisen." Es ist das erste Mal, dass Apple neben MacBook Pro und 12-Zoll-MacBook (das mittlerweile ausgelaufen ist) auch das MacBook Air mit Retina-Bildschirm in diesem Zusammenhang erwähnt. Auch in der internen Dokumentation sollen die Geräte nun aufgenommen worden sein.

Das Problem: Aktuell deckt Apples Austauschprogramm, das im Dezember 2019 aktualisiert wurde, das MacBook Air noch nicht ab. Entsprechend könnten Nutzer, die betroffen sind, Probleme bekommen, Ersatz zu erhalten. Auf der Liste sind aktuell das MacBook Pro mit 13-Zoll-Display von Anfang 2015, Mitte 2016 sowie 2017 verzeichnet, das 15-Zoll-Modell von Mitte 2015, 2016 und 2017. Beim 12-Zoll-MacBook sind die Jahrgänge 2015, 2016 und 2017 abgedeckt.

Die Staingate-Problematik hat diverse Nutzeraktionen angestoßen, bevor Apple sich 2015 entschied, ein Austauschprogramm aufzulegen. So gab es etwa eine Facebook-Gruppe mit über 17.000 Mitgliedern, eine Sammelklage gegen Apple und zahlreiche Beschwerden in Apples Benutzerforum. Das Austauschprogramm wird aktuell noch immer nicht öffentlich publiziert – User erhalten Berichten zufolge aber kostenlos Hilfe, wenn sie sich an Apple wenden. (bsc)