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MacBook Pro: Tastaturprobleme bleiben bestehen

Das "Butterfly"-Keyboard in Apples Profi-Notebooks macht bei den Nutzern nach wie vor viele Schwierigkeiten – so können einzelne Tasten ausfallen, wenn Krümel daruntergelangen. Ein Apple-Experte forderte nun gar einen Rückruf.

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So stellt sich Apple eine Tastaturreinigung vor – hier beim MacBook und nicht beim MacBook Pro.

(Bild: Apple)

Verschiedene Apple-Profinutzer haben den Hersteller aufgefordert, beim MacBook Pro massive Änderungen der verbauten Tastatur vorzunehmen – oder bestehende Geräte sogar zurückzurufen. Die Autorin Casey Johnston schreibt in einem Artikel bei The Outline, sie habe ihr Gerät nun an Apple zurückverkauft, um ihr 2013er MacBook Pro mit alter Tastatur weiterzuverwenden. Ihr ein Jahr altes MacBook Pro habe Tastaturfehler gezeigt, nachdem ein Staubteilchen unter die Tastenkappe gerutscht war. Den Fehler soll dann auch ein repariertes MacBook Pro nach kurzer Zeit erneut gezeigt haben.

Das Problem: Ist eine einzige Taste beim MacBook Pro defekt, muss zumeist das gesamte Topcase ausgetauscht werden, da die Reparatur einzelner Tasten zumeist misslingt. Ein Apple-Reparaturspezialist gab dazu gegenüber Mac & i an, es komme vor, dass durch Staub oder Krümel kleine Kunststoffnippel abbrechen, die die Taste im Gehäuse halten – diese können auch kaputtgehen, wenn eine einzelne Taste entnommen wird, um Probleme zu beseitigen.

Mit dem MacBook von 2015 führte Apple eine neuartige Tastatur ein, die besonders dünn und kompakt ausfällt, dabei aber dennoch ein akzeptables Schreibgefühl verspricht. Der sogenannte "Butterfly"-Mechanismus wird mittlerweile in zweiter Generation verbaut, landete ab 2016 auch im MacBook Pro – und war insbesondere dort von Anfang an umstritten. Der Grund: Es kommt immer wieder zu Ausfällen einzelner Tasten, weil die Hardware offenbar zu sensibel ist, wenn besagte Krümel oder Staub daruntergelangen. Apple selbst fordert zum Reinigen mittels Druckluft auf, was allerdings für Normalnutzer leidlich beschwerlich und wenig erfolgversprechend sein dürfte.

Der Konzern hat sich zur Butterfly-Keyboard-Problematik bislang noch nicht offiziell geäußert. Der Apple-Experte Jason Snell, der viele Jahre beim US-Magazin Macworld beschäftigt war, forderte den Konzern auf, endlich zu handeln. "Wenn diese Probleme nur halbwegs so häufig sind, wie es den Eindruck macht, ist [das MacBook Pro] ein defekes Produkt, das zurückgerufen werden sollte."

Apple verkauft das MacBook Pro mit Butterfly-Tastatur zu Preisen ab 2000 Euro mit Touch-Bar-Funktion – ohne muss man mindestens 1500 Euro investieren. Eine (technisch veraltete) 15-Zoll-Variante mit alter Tastatur wird allerdings weiterverkauft, kostet allerdings mindestens 2249 Euro. (bsc)