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MacBook aufrüsten: Standard-SSDs per Adapter einbauen

Die SSD in älteren MacBook Pro und Air lässt sich leicht durch günstige und flotte Standard-SSDs tauschen. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie es geht.

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MacBook Pro und Air beschleunigen: Flinke Standard-SSDs per Adapter einbauen

Inhaltsverzeichnis

Apple benutzt in vielen beliebten MacBook-Pro- und MacBook-Air-Modellen SSD-Platinen mit proprietären Steckern, sodass man keine Standard-SSD-Module einsetzen kann. Hat man beim Kauf aus Kostengründen einen zu kleinen Festspeicher ausgewählt, bietet der Hersteller keinerlei nachträgliche Aufrüstoptionen an, sondern nur den Kauf eines neuen MacBooks. Das muss aber nicht sein: Seit einiger Zeit gibt es nämlich Adapter, die den Einsatz von günstigen und schnellen Modulen in solchen Macs mit proprietären Steckern erlauben. Dort hinein passen handelsübliche SSD-Platinen mit mSATA- oder M.2-Anschluss.

Die Hersteller OWC und Transcend bieten seit längerem Ersatz-SSDs (sogenannte Blade-Module) für bestimmte MacBooks an, die keinen Andapter benötigen. Im Laufe des Artikels stellen wir diese auch vor. Eines vorweg: Leider sind sie manchmal langsamer als die Originale oder recht teuer. Auf jeden Fall liegen ihre Preise weit über denen von Standard-SSDs und erscheinen damit in Anbetracht der neueren Adapter weniger attraktiv.

kurz & knapp

  • Apple verwendet oft proprietäre SSD-Steck-Module (sogenannte Blades), die einen Ersatz schwierig machen.
  • Durch neue Adapter und spezielle Platinen wird der Tausch der proprietären durch Standard-SSDs mit hoher Kapazität bei allen Mac-Modellen mit gesockelten Modulen machbar.
  • Das Auswechseln der Blade-Module ist einfach, man benötigt lediglich je einen Torx- und einen Pentalobe-Schraubendreher.
  • Oft nimmt die Arbeitsgeschwindigkeit der MacBooks durch den Einsatz größerer SSDs zu.

Die unter 20 Euro teuren Adapter gibt es zum einen für alle MacBook Pros mit Retina-Display, deren SSDs noch nicht gelötet sind. Das sind alle Modelle von 2012 bis 2015 – noch ohne USB-C. Die zweite große Gruppe umfasst alle MacBook Airs ab 2011 bis einschließlich Baujahr 2017.

Übrigens stecken auch im 2013er Mac Pro sowie dem Mac mini Baujahr 2014 und in einigen neueren iMacs mit Fusion Drive Blade-SSDs, die sich auswechseln lassen – mehr dazu später.

Achtung: Bei der 2018er Neuauflage des MacBook Air ist der Festspeicher auf die Hauptplatine gelötet – hier bleibt nur, Apples teure Upgrade-Preise zu zahlen, wenn man mehr Platz und eine schnellere SSD möchte. Das gilt auch für Mac mini 2018 und alle MacBook-Pro-Modelle mit USB-C und TouchBar (ab Baujahr 2016) sowie das 2015 neu eingeführte MacBook mit 12-Zoll-Display.

Wir haben Adapter für verschiedene Macs samt passenden SSDs ausprobiert und erläutern, wo und wie Sie die passenden Teile finden. Der eigentliche Einbau setzt keine besonderen Bastelfähigkeiten voraus und ist schnell gemacht. Insgesamt müssen Sie jeweils elf Schrauben lösen und wieder festziehen sowie zwischendurch das Steckmodul wechseln.

Wir zeigen anhand von drei unterschiedlichen MacBooks stellvertretend für die Modelle mit 11, 13 und 15 Zoll Schritt für Schritt, wie das geht.