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MacBooks mit klemmenden Tasten handeln Apple weitere Sammelklage ein

US-Nutzer haben wegen nervender Probleme mit der “Butterfly-Tastatur” bei MacBook Pro und MacBook eine weitere Klage gegen Apple angestrengt. Der Hersteller verkaufe wissentlich ein defektes Produkt.

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MacBook Keyoard

Bei Keyboard-Problemen: Apple empfiehlt Druckluft.

(Bild: Hersteller)

Mit einer neuen Klage haben MacBook-Nutzer in den USA auf Probleme mit Apples junger Butterfly-Tastatur reagiert: Der Konzern verkaufe wissentlich “defekte Laptops” und bewerbe diese mit falschen Angaben hinsichtlich eines angeblich verbesserten Keyboards, lautet der Vorwurf der vier durch das Keyboard-Problem betroffenen Kläger. Apple komme zudem seinem Garantieversprechen nicht nach, weil selbst ein Austausch der Tastatur das Versagen einzelner Tasten nicht zuverlässig lösen könne.

Die Kläger fordern eine Zulassung als Sammelklage sowie Schadenersatz für alle betroffenen Nutzer in noch ungenannter Höhe. Eine Verfügung solle Apple außerdem das “unlautere Verhalten” in Hinblick auf Bewerbung und Verkauf der Butterfly-Tastatur untersagen. Die beim Bezirksgericht für Nordkalifornien eingereichte Klage (5:18-cv-03048) ist innerhalb weniger Wochen bereits die zweite US-Sammelklage, die wegen der anhaltenden Tastaturprobleme bei mobilen Macs eingereicht wurde.

Die flachere Butterfly-Tastatur ist seit 2016 auch im MacBook Pro zu finden.

(Bild: dpa, Christoph Dernbach)

Das Problem zeigt sich in plötzlich klemmenden Tasten und tritt oft nur vorübergehend bei bestimmten, wechselnden Tasten auf. Dies zeige sich mit "beträchtlicher Sicherheit" bei den Geräten mit der neuen Tastatur, erklären die Kläger. In einem Support-Dokument empfiehlt der Konzern, das Keyboard der bis knapp 5000 Euro teuren MacBook-Pro-Modelle mit einer spezifischen Winkelung eigenhändig durch Druckluft zu reinigen, dies hilft aber offenbar längst nicht immer. Einzelne Tasten lassen sich zur Reinigung kaum beschädigungsfrei entfernen.

Erkennt Apple das Problem als Garantiefall an, wird das komplette Topcase ausgetauscht, allerdings sind viele der MacBooks mit Butterfly-Tastatur inzwischen längst außerhalb von Apples einjähriger Garantielaufzeit angelangt. Ein offizielles Reparaturprogramm gibt es bislang nicht.

Apple hat die neue, erheblich flachere Tastatur mit dem “Butterfly”-Mechanismus 2015 als erstes in das 12”-MacBook integriert. Das im Herbst 2016 vorgestellte MacBook Pro erhielt dann die “zweite Generation” der Tastatur. Die 2017er-Ausführung des MacBook Pro hat Spekulationen zufolge bereits eine leichte Modifizierung erhalten – Apple hat dies bislang nicht bestätigt, das Keyboard wird weiterhin als Butterfly-Tastatur der zweiten Generation geführt. Das 2018er-Update der Modellreihe steht noch aus. (lbe)