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Marktforscher: Jede zweite Smartwatch kommt von Apple

Der noch junge Markt für Computer-Uhren zeigt kräftiges Wachstum, Apple hat der Schätzung zufolge allein 2,2 Millionen Computer-Uhren im ersten Quartal ausgeliefert. Der Marktanteil der Apple Watch sei aber rückläufig.

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(Bild: dpa, Andrew Cowie)

Die Nachfrage nach Uhren mit watchOS, Android Wear und Tizen hat den globalen Smartwatch-Markt im ersten Quartal stark wachsen lassen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahm die Auslieferung von Computer-Uhren nach Schätzung des Marktforschungsunternehmens Strategy Analytics um 223 Prozent zu. Besonders Menschen in Westeuropa, Nordamerika und Asien griffen zu der noch jungen Produktkategorie.

Das starke Wachstum ist auch darauf zurückzuführen, dass die Apple Watch im Vergleichszeitraum zu Anfang 2015 noch gar nicht im Handel war. Apple hält den Marktforschern zufolge mit 2,2 Millionen ausgelieferten Uhren nun einen Marktanteil von gut 50 Prozent und verkauft damit mehr Geräte dieser Produktkategorie als alle anderen Hersteller zusammengerechnet. Mit einem Anteil von gut 14 Prozent folgt Samsung auf dem zweiten Platz, der Rest entfällt auf weitere, nicht näher aufgeführte Firmen.

Im Vergleich zum vorausgehenden Weihnachtsgeschäft hat sich der Smartwatch-Markt im ersten Quartal von gut 8 Millionen auf 4,2 Millionen Stück fast halbiert, merkt Strategy Analytics an. Apple sieht die Apple Watch ähnlichen saisonalen Schwankungen unterworfen wie früher den iPod: 40 Prozent der jährlichen Verkäufe des MP3-Players seien auf Weihnachten gefallen, erklärte Apple-Chef Tim Cook nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen. Verkaufszahlen der Uhr hat der Konzern bislang nicht veröffentlicht.

Apples Marktanteil ist nach Schätzung der Marktforscher von 63 Prozent im Weihnachtsgeschäft auf nun 52 Prozent gefallen. Die "Flitterwochen" für die erste Generation der Apple Watch seien wohl vorbei. Bessere Apps, eine längere Akkulaufzeit und LTE-Unterstützung sehen die Analysten als Zugpferde für die Apple Watch 2, die vermutlich im Herbst eingeführt wird. Einem Bericht erwägt das Unternehmen dafür auch Mobilfunkunterstützung – und damit mehr Unabhängigkeit vom iPhone. (lbe)