Mauszeiger per Kopf steuern: Apple testet neue Bedienungshilfe

Künftig wird es mit Bordmitteln möglich sein, den Mauszeiger von macOS durch Kopfbewegungen zu bedienen. Apple sammelt noch Feedback.

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Die Bedienungs­hilfen­tastatur in macOS

(Bild: Apple)

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Apple baut die Barrierefreiheit von macOS weiter aus: Der Mauszeiger lässt sich künftig auch per Kopf steuern, ohne für das Head-Tracking spezielle Zusatz-Hardware zu benötigen. Die Bewegungen werden über die in vielen Macs integrierte Kamera oder eine angeschlossene Webcam erfasst.

Die neue Bedienungshilfe ist bereits im Betatest als Teil der Vorabversionen von macOS Catalina 10.15.4. Die "Head Pointer" (Kopfzeiger) Funktion ist schon "eine Weile in Arbeit" und lässt sich in den Systemeinstellungen unter Bedienungshilfen / Zeigersteuerung / Alternative Steuerungsmethoden aktivieren, wie der Apple-Entwickler Michael Gorbach mitteilte – Feedback sei willkommen.

Das Klicken sei in diesem Eingabemodus etwa über andere bestehende Bedienungshilfen möglich, darunter durch "alternative Mauszeigeraktionen" mit einem Knopf oder per Gesichtsausdruck, ebenso wie über die Bedienungshilfentastatur mit Verweilsteuerung, erklärt Gorbach – auch die Sprachsteuerung lasse sich dafür natürlich einsetzen. Tastatur- respektive Texteingaben sind ebenfalls unter anderem über die integrierte Bedienungshilfentastatur von macOS sowie per Sprache möglich.

Apples Bedienungs­hilfen­tastatur ist eine auf dem Bildschirm eingeblendete Tastatur, die schon seit längerem Head- und Eye-Tracking-Hardware unterstützt, die dafür aber erst hinzugekauft werden muss. MacBooks und iMacs werden bereits mit integrierter Webcam ausgeliefert.

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Mit iOS 13 und macOS 10.15 hat Apple seine Betriebssysteme im vergangenen Herbst um eine umfassende Sprachsteuerung erweitert. Barrierefreiheit sei ein Menschenrecht, betonte Apple-Chef Tim Cook in der Vergangenheit, bei der Arbeit an solchen Funktionen sei die Rendite egal. Die finale Fassung von macOS 10.15.4 dürfte parallel zu iOS 13.4 gegen Ende März erscheinen, bislang hat Apple zwei Betaversionen veröffentlicht. (lbe)