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Mehr Umsatz mit allem: Apples Geschäftsergebnis im Detail

Apples Geschäft brummt nicht nur beim iPhone: Mit Mac, Diensten und Wearables legte der Konzern ebenfalls deutlich zu. Ein Überblick der Rekordzahlen.

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Umsatzbringer Nummer 1 bleibt das iPhone – mehr Wachstum hat Apple aber in anderen Sparten zu verzeichnen.

(Bild: dpa, Jeff Chiu)

Apple hat ein neues Rekordquartal gemeldet: Nach Umsatzeinbrüchen in verschiedenen Märkten und Produktsegmenten im vergangenen Geschäftsjahr befinden sich nun wieder alle Sparten auf Wachstumskurs, wie das Unternehmen in Anschluss an die Veröffentlichung der jüngsten Geschäftszahlen mitteilte. Weiterhin stellt das iPhone das Umsatzgros des Konzern, die höchsten Umsatzsteigerungen wurden aber mit Macs und im Dienstegeschäft erzielt, wie Apple-Chef Tim Cook gegenüber Analysten erklärte.

  • Apples größtes Geschäft bleibt – mit Abstand – das iPhone: iPhone 8 und iPhone 8 Plus seien nach dem Verkaufsstart zum Ende des Quartals sofort die populärsten Modelle geworden, betonte Cook und trat damit Berichten entgegen, das ältere iPhone 7 verkaufe sich besser. Besonders das größere Plus-Modell habe eine starke Nachfrage zu verzeichnen. Das iPhone X kommt erst am heutigen Freitag, den 3.11. In den Handel, es wird in Apples jüngsten Geschäftszahlen noch nicht berücksichtigt. Cook betonte nochmals, ein Großteil der Kunden zahle das iPhone monatlich ab – entsprechend koste das erst ab 1150 Euro erhältliche iPhone X “weniger als einen Kaffee am Tag – in einem dieser netten Cafés”.
  • Der Mac habe das “beste Jahr aller Zeiten gehabt”, so Cook – und Apple mehr Umsatz gebracht denn je. Im zurückliegenden Quartal legten die Verkaufszahlen nach Angabe des Herstellers um 10 Prozent auf knapp 5,4 Millionen verkaufte Geräte zu, der Umsatz stieg zugleich um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dies sei hauptsächlich auf die “großartige Nachfrage” des neuen MacBook Pro zurückzuführen, erklärte der Apple-Chef. Mehrere Mac-Modellreihen hat Apple seit Jahren gar nicht oder nur geringfügig aktualisiert, frühestens im kommenden Jahr will der Konzern einen neuen Mac Pro einführen, auch der Mac mini bleibe ein wichtiges Produkt, wie Cook zuletzt anmerkte.
  • Das Geschäft mit Diensten und Abonnements – darunter Apple Music, iCloud-Speicherplatz und die Provision durch den Verkauf von Apps – habe inzwischen die Größe einer Fortune-100-Firma erreicht, erklärte der Apple-Chef. Mit einem Jahresumsatz von 30 Milliarden Dollar würde sich die Sparte allein unter den 100 größten US-Unternehmen einreihen. Bis 2020 will Apple das Geschäft mit Diensten auf knapp 50 Milliarden Dollar verdoppeln.
  • Auch beim iPad hat Apple wieder Wachstum zu verzeichnen, das zweite Quartal in Folge. Die Verkaufszahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11 Prozent auf 10,3 Millionen Stück, der Umsatz sei durch die Nachfrage von iPad und iPad Pro um 14 Prozent gestiegen. Das Produkt habe eine Zufriedenheitsrate von 97 Prozent unter Kunden, betonte Cook unter Verweis auf eine Umfrage von Marktforschern.
  • Das Geschäft mit Wearables – darunter fallen bei Apple sowohl Apple Watch als auch AirPods – ist laut Cook um 75 Prozent zum Vorjahresquartal gewachsen. Der Jahresumsatz dieser Produktkategorie allein entspreche dem einer der 400 größten US-Firmen.
  • Erneut betonte Cook, Augmented Reality (AR) werde “alles ändern”. Die Technik lasse sich in den unterschiedlichsten Bereichen einsetzen vom Shopping über den Klassenraum bis hin zu Unternehmen und Medizin, argumentiert der Apple-Chef – AR sei “Mainstream”. Das derzeitige Angebot an AR-Apps sei erst der Anfang, schränkte Cook ein, aber er sehe Augmented Reality in Zukunft als “tief greifend”.
  • Apple hat nun einen Barbestand von knapp 270 Milliarden Dollar, ein Zuwachs um allein 7,4 Milliarden Dollar in den drei Monaten des Geschäftsquartals. 94 Prozent des Geldes liegen im Ausland, so Cook. Der Apple-Chef plädiert seit längerem für eine massive Steuersenkung bei der Rückführung von Auslandsgewinnen in die USA.

(lbe)