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Mehr iCloud-Speicher: Apple lockt erstmals mit Probemonat

Apple bietet seit Jahren nur 5 GByte an Gratisplatz für seine Kunden an. Künftig dürfen sie immerhin vier Wochen lang testen, wie es sich anfühlt, über mehr iCloud-Speicher zu verfügen.

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Einmal kostenpflichtig nachtanken, bitte.

(Bild: dpa, Armin Weigel)

Apple gibt sich bei der Ausgabe von kostenlosem Speicherplatz gegenüber seinen Kunden bislang knausrig, verglichen mit den Angeboten der Konkurrenten wie Google. Jeder Besitzer und jede Besitzerin einer Apple ID erhält seit Jahr und Tag genau 5 GByte in der iCloud ohne Bezahlung von zusätzlichen Gebühren – mehr aber auch nicht.

Das muss dann unter anderem für Backups von iOS-Geräten reichen sowie beispielsweise auch für Dateien in der Onlinefestplatte iCloud Drive. Doch in den seltensten Fällen kommen User damit aus, was dazu führt, dass Sicherungen auf Apples Servern ausbleiben – oder die Nutzer gezwungen werden, ein kostenpflichtiges iCloud-Speicher-Upgrade zu bezahlen. Alternativ kann man nur noch lokal Datensicherung via iTunes betreiben.

Nun soll es zumindest einen kostenlosen Probemonat des ab 1 Euro Monatsgebühr erhältlichen Dienstes geben. Dieser wurde ersten Kunden in den USA offeriert, wie AppleInsider unter Berufung auf entsprechende Bildschirmanzeigen in iOS berichtet. Apple nutzt dabei einen geschickten Trick: Schlägt das Backup in iCloud auf einem iOS-Gerät fehl, gibt es die Meldung, man habe nicht genügend Kapazität dafür, könne aber "mehr als genug Platz" bei Abschluss eines Abos erhalten. Dieses sei "im ersten Monat kostenlos". Konkret beworben wird das Einsteigerpaket für besagte 1 Euro (in diesem Fall 1 US-Dollar). Es beinhaltet 50 GByte Speicherplatz. Wem das nicht reicht, der kann für 3 Euro auch 200 GByte oder für 10 Euro 2 TByte erwerben.

Wer das iCloud-Speicherplatzabo direkt abschließt, bekommt den Probemonat merkwürdigerweise noch nicht angzeigt, auch in Europa scheint die Aktion noch nicht angelaufen zu sein. Sie erinnert an die Strategie, die Apple seit Beginn des Dienstes bei Apple Music fährt: Hier gibt es sogar drei Monate kostenlosen Zugriff, was einem Wert von 30 Euro entspricht (10 Euro pro Monat). Mancher Partner bietet sogar ein halbes Jahr des Streamingdienstes kostenlos.

Ob der Gratismonat ein Anzeichen dafür ist, dass Apple künftig wenig knausrig mit den iCloud-Diensten umgeht, lässt sich nicht sagen. Der Konzern setzt aber verstärkt aufs Dienstegeschäft und erhofft sich hier deutlich mehr Umsätze. Entsprechend könnten zumindest Lockangebote ausgedehnt werden. Im Bildungsbereich gibt es bereits signifikant mehr Platz: Hier erhalten Schulen pro Schüler 200 GByte – und das kostenlos. (bsc)