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Microsoft Office feiert 25. Geburtstag

1989 schnürte der Softwareriese aus Redmond erstmals Word, Excel, PowerPoint und Microsoft Mail zu einem Paket zusammen. Erste Plattform war, woran sich heute kaum jemand mehr erinnert, Apples Macintosh.

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Am heutigen 1. August feiert Microsoft ein denkwürdiges Jubiläum: Genau 25 Jahre ist es her, dass das Unternehmen erstmals ein Software-Paket auf den Markt brachte, dass auf den Namen "Office" hörte. Zwar waren die Bestandteile Word, Excel, PowerPoint und Microsoft Mail teilweise bereits seit Jahren verfügbar. Auf die Idee, daraus eine ganze Sammlung zu machen, kam man in Redmond aber erst später.

Plattform für Office war anfangs nicht etwa Windows, das damals noch in der altertümlichen Version 2.1x aktuell war. Stattdessen wählte Microsoft Mac OS als erstes zu versorgendes Betriebssystem, weil man sich hier (auch) bessere Verkäufe erhoffte. Die erste Windows-Version folgte dagegen über ein Jahr später, im November 1990.

Zum Start bewarb Microsoft das Paket als "Schnäppchen" – mit einem Sonderangebot von 849 Dollar statt der gut 1300 Dollar, die man für die vier Programme zusammen sonst hätte zahlen müssen.

Software wurde damals auf Disketten verkauft, Microsofts Office-Paket gehörte zu den ersten Programmen, die es später auch auf CD-ROM gab. Heute fast allgegenwärtige Funktionen wie Drag & Drop oder auch einfache Werkzeugleisten spendierte Microsoft seiner Software unter Windows erst mit der Versionsnummer 3.0 im Jahr 1992. Für die Entwicklung war lange Zeit Steven Sinofsky zuständig, der im selben Jahr zu Microsoft stieß und Ende 2012 den Konzern verließ.

Word 5 auf dem Mac.

Legendär wurde die Büroklammer Clippy, die in Deutschland auch unter dem Namen Karl Klammer auf den Bildschirmen tätig war. Der kleine animierte Helfer stand zu allen erdenklichen Gelegenheiten assistierend zur Seite, zahllose Nutzer trieb seine Penetranz und Niedlichkeit allerdings auch zur Weißglut. Das Magazin "Time" zählte Clippy 2010 zu den 50 schlechtesten Erfindungen der Geschichte.

Heute hat das Büro-Paket nach Angaben von Microsoft mehr als eine Milliarde Nutzer. Nicht nur in Unternehmen – auch zahlreiche Privatanwender greifen darauf zurück. Neben Windows gehört Office bis heute zu den wesentlichen Säulen des Geschäfts für Microsoft.

Erst 2010 öffnete der Konzern seinem Goldesel erstmals den Weg in die Cloud. Mit den Office Web Apps konnte man die Bürosoftware auch unterwegs und über andere Geräte als den PC nutzen. Damit machte Microsoft sich auch ein Stück unabhängiger vom PC-Geschäft, das unter der Konkurrenz von Smartphones und Tablets leidet.

Inzwischen hat Microsofts Büro-Paket mit der neusten Version Office 365 die Wende zu einem umfangreichen Cloud-Dienst vollzogen. Office 365 vertreibt Microsoft im Abonnement, die Software lässt sich auf bis zu fünf Geräten nutzen. Office Online bietet zudem die kostenlose Nutzung von Word, Outlook oder PowerPoint in abgespeckten Webanwendungen.

Die Beziehung zu Apple hat sich Microsofts Office unterdessen erhalten: Zwar ist auf dem Mac nach wie vor Version 2011 die aktuelle Variante des Büropakets, doch immerhin brachte Microsoft nach langer Wartezeit im vergangenen April erstmals eine durchaus mächtige Office-Version aufs iPad. (mit Material von dpa) / (bsc)