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Microsoft hätte gerne Zugriff auf Apples iMessage

Derzeit läuft der IM-Dienst nur auf iPhone, iPad und Mac. Zwei Manager des Softwareriesen deuteten nun an, mit Apple zusammenarbeiten zu wollen, um iMessage auch für Windows anbieten zu können.

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Microsoft hätte gerne Zugriff auf Apples iMessage

iMessage gibt's bislang nur auf Apple-Geräten.

(Bild: Apple)

Apples populärer Instant-Messaging-Dienst ist aktuell nur für iPhone, iPad, iPod touch und Mac verfügbar. Gerüchte, der Hersteller plane auch eine Variante für Android, haben sich bislang als falsch erwiesen. Eine Portierung für Windows haben nun zwei Microsoft-Manager angeregt: Joe Belfiore, Corporate Vice President in der Betriebssystemabteilung, sowie Shilpa Ranganathan, die als General Manager für die "Cross Device Experiences", also unter anderem die iOS-Apps von Microsoft, verantwortlich zeichnet.

In einem Interview mit dem IT-Blog The Verge sagten beide, sie könnten sich vorstellen, iMessage "mit Respekt für das Ökosystem" auf Windows zu holen und dabei eine "sehr angenehme Nutzererfahrung" umzusetzen. Angedacht ist der Einbau in die neue Anwendung "Your Phone", die dazu dienen soll, iOS- und Android-Geräte besser mit Windows-10-PCs zusammenarbeiten zu lassen.

"Apple macht es ein bisschen schwer für iMessage, aber wir sind äußerst bereit dazu, mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten", erläuterte Ranganathan. Allerdings ist völlig unklar, ob Apple selbst hier mitziehen will. Für Android-Geräte soll "Your Phone" von Anfang an Zugriff auf die von Google offerierten Instant-Messaging-Protokolle bieten, diese sind im Gegensatz zu iMessage deutlich leichter zugänglich.

Ein aktuelles Projekt mit Apple gibt es bislang noch nicht. Fotos vom iPhone sowie Benachrichtigungen sollen sich bereits in "Your Phone" holen lassen – das gelingt Microsoft offenbar mit Bordmitteln. Tricksereien, wie sie etwa weMessage für Android nutzt, um iMessage auf Geräte mit Google-Betriebssysteme zu holen, plant der Konzern hingegen nicht. Bei weMessage dient ein zwischengeschalteter Mac als eine Art iMessage-Server, der den ansonsten abgeschotteten Dienst öffnet. Dabei kämen weder "Exploits noch Reverse Engineering" zum Einsatz, so dessen Hersteller. Microsoft möchte "Your Phone" aber auch Nutzern zugänglich machen, die nicht über einen Mac verfügen. (bsc)