Menü
Mac & i

Milliarden-Nachzahlung in Irland: Apple könnte Geld vom US-Steuerzahler zurückbekommen

Laut Angaben des Weißen Hauses lässt sich die von der EU-Kommission verhängte Summe "möglicherweise" in Amerika von der Steuer absetzen.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 216 Beiträge

US-Präsident Obama.

(Bild: The White House<br>)

Die Entscheidung der EU-Kommission, die Besteuerung von Apple in Irland für unzulässig zu erklären, könnte zu einem Steuertransfer von den USA nach Europa führen. Davon geht der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, aus.

Vor Journalisten in Washington sagte er in dieser Woche, wenn Apple in Irland 13 Milliarden Euro Steuern nachzahlen müsse, könne das Unternehmen diese Zahlung möglicherweise von seiner Steuerlast in den USA absetzen. Apple selbst behauptet von sich, der größte Steuerzahler des Landes zu sein.

Es gebe gemeinsame Versuche der USA und der Europäer, die internationale Besteuerung fair zu gestalten. Diese Versuche würden durch solche "einseitigen Ansätze" untergraben. "Wir haben kein Interesse daran, ein unfaires System aufrechtzuerhalten, das negative Effekte auf die europäische Wirtschaft hat", sagte Earnest, "wir wollen nur eines, das fair ist." Die Regierung von Präsident Barack Obama werde für die US-Unternehmen und ihre faire Behandlung im Ausland kämpfen.

Die EU-Kommission hatte entschieden, Apple müsse 13 Milliarden Euro Steuern an die irische Regierung nachzahlen. Der milliardenschwere iPhone-Produzent habe in Irland seit 1991 nur einen sehr viel geringeren Steuersatz als andere Unternehmen bezahlt; 2014 waren es laut der Kommission nur noch minimale 0,005 Prozent – was Apple aber als falsche Darstellung zurückweist. Sowohl Apple als auch Irland wollen die Entscheidung aus Brüssel anfechten. (mit Material der dpa) /

Lesen Sie dazu auch:

(bsc)