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Mögliche Probleme wegen PSD2: Apples digitale Läden akzeptieren nun Apple Pay

Abos, Apps und Content-Käufe lassen sich in Deutschland nun per Apple Pay bezahlen. Das umschifft lästige Authentifizierungen bei direkter Kreditkartenzahlung.

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(Bild: Apple)

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Kreditkartennutzer können bei Abonnements oder Einkäufen in Apples digitalen Läden künftig dazu aufgefordert werden, ihre Kredit- oder Debitkarte zu überprüfen. In diesem Fall erscheint ein Warndialog mit dem Hinweis, dass "europäische Gesetzgebung" von Banken verlange, "bestimmte Transaktionen zu authentifizieren". Die Überprüfung erfolgt gewöhnlich auch, wenn eine neue Kreditkarte hinterlegt wird.

Nutzer sollen in diesen Fällen den eingeblendeten Anweisungen folgen, wie Apple mitteilte – unter Umständen müsse man allerdings den Kartenausgeber respektive die eigene Bank kontaktieren.

Apple Pay lässt sich nun zusätzlich oder alternativ zur Kreditkarte als Zahlungsmethode für die Apple-ID einrichten.

Diese Änderung hat Apple offensichtlich in Hinblick auf die neue EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD2 vorgenommen, die für Online-Banking bereits seit dem 14. September gilt.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gewährte Online-Händlern zwar "vorübergehend" Aufschub, wird künftig aber eine "starke Kundenauthentifizierung" bei Kreditkartenzahlungen erfordern: "Kunden müssen zusätzlich beispielsweise eine Transaktionsnummer (TAN), die zuvor an ihr Mobiltelefon gesendet wurde, und außerdem ein Passwort nennen", heißt es bei der BaFin.

Um dieses mitunter lästige Prozedere zu umschiffen, hat Apple in Deutschland, Österreich und weiteren europäischen Ländern nun den eigenen Bezahldienst Apple Pay als neue Zahlungsoption für die Apple-ID eingeführt, wie ein Ende November aktualisiertes Support-Dokument vermerkt. Die Schweiz bleibt derzeit ausgenommen. Damit sind App-Abonnements, Einkäufe in App Store und iTunes Store sowie Abos von Apple-Diensten wie Music, Arcade, TV+ und iCloud möglich. In einigen Ländern wie den USA ist Apple Pay seit Frühjahr 2019 als Zahlungsmittel für App Store und iTunes Store verfügbar.

Statt ihre Kreditkarte direkt auf Apples Servern zu hinterlegen, können Kunden stattdessen über Apple Pay zahlen – der Bezahldienst gilt bereits als PSD2-konform, Zahlungen werden gewöhnlich biometrisch autorisiert. Nutzer haben dadurch auch den Vorteil, dass sie zwischen den für Apples Bezahldienst eingerichteten Kredit- und Debitkarten bei Bedarf leicht wechseln können.

Ab dem kommenden Jahr soll auch die Girocard ("EC-Karte") in Apple Pay unterstützt werden. Neben Apple Pay akzeptiert der Konzern weiterhin Kreditkarten, Paypal, Handyrechnung und Apple-ID-Guthaben, das sich online und über iTunes-Karten aufladen lässt.

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(lbe)