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Musik-Streaming: Apple handelt Warner herunter

Der iPhone-Produzent hat die erste Apple-Music-Vertragsverlängerung mit einem großen Label abgeschlossen. Offenbar muss Apple künftig weniger zahlen. Auf die Nutzer wirkt sich das wohl nicht aus.

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Apple Music auf Android-Geräten

Apple Music gibt's auch für Android.

(Bild: dpa, Lukas Schulze)

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Der Streaming-Dienst Apple Music ist seit etwas mehr als zwei Jahren online. Dem Betreiber Apple soll nun erstmals eine Vertragsverlängerung mit einem Major-Label gelungen sein – zu günstigeren Konditionen. Wie die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg berichtet, plant Apple, dem Label Warner Music einen kleineren Prozentsatz der durch die Abonnenten generierten Apple-Music-Umsätze zu zahlen als zuvor.

Warner liefert unter anderem Songs der Künstler Red Hot Chili Peppers, Bruno Mars oder Ed Sheeran und hat viele bedeutende Musiker unter Vertrag. Das Abkommen mit Apple soll neben Apple Music auch für den Einzelverkauf von Songs via iTunes gelten – ob sich hier finanziell etwas ändern wird, blieb zunächst unklar. Apple soll zuvor an Warner und Co. mehr Geld gezahlt haben als Konkurrenzangebote wie Spotify.

Das Geschäft mit via Abo finanzierten Streaming-Diensten hat für die Plattenindustrie eine immer größere Bedeutung. Die Gesamtumsätze im Musiksegment sollen 2016 erstmals seit längerem wieder gestiegen sein – laut dem Verband International Federation of the Phonographic Industry um knapp 6 Prozent auf 15,7 Milliarden US-Dollar. Apple will bis 2020 rund 50 Milliarden Dollar pro Jahr mit seinem Dienstegeschäft umsetzen. Dazu gehört neben iTunes und Apple Music auch der Cloud-Service iCloud.

Apple verhandelt aktuell mit dem zweitgrößten Musikanbieter Sony Music über einen neuen Apple-Music-Vertrag. Bislang soll Apple 58 Prozent der Umsätze an die Rechteinhaber abgegeben haben, mehr als die Konkurrenz. Nun sollen es angeblich 55 Prozent werden – die jedoch sinken sollen, sobald der Konzern seine Ziele bei den Gesamtabos erreicht. Spotify zahlte zuvor 55 Prozent, soll nun aber angeblich 52 Prozent zahlen. Auch dieser Wert könnte sinken, sollte der Dienst aus Schweden mehr Kunden finden. (bsc)