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Nach FBI-Anfrage: Apple bekräftigt "Nein" zu iPhone-Entsperrung und Hintertüren

Es dürfe keine Hintertüren für Verschlüsselung geben, betonte eine Apple-Managerin auf der CES – nach einer neuen iPhone-Entsperranfrage des FBI.

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Apple wurde 2016 per Gerichtsbeschluss angewiesen, dem FBI beim Entsperren eines iPhones 5C zu helfen – weigerte sich aber.

(Bild: dpa, Justin Lane)

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Apple zeigt sich zu einem neuen Kräftemessen mit der US-Regierung bereit, um die Verschlüsselung von Diensten und Geräten zu verteidigen. "Hintertüren in Verschlüsselung einzubauen" sei keine Lösung, betonte Jane Horvath, Datenschutz-Chefin des iPhone-Konzerns, auf der Technik-Messe CES am Dienstag.

Das ist eine bekannte Position von Apple – ihre Wiederholung hat aber besonderes Gewicht, weil erst kurz zuvor bekannt wurde, dass das FBI von Apple erneut verlangt, bei der Entsperrung von iPhones eines vermutlichen Attentäters zu helfen.

Es geht dabei um Geräte des Mannes, der im vergangenen Dezember drei Menschen auf einem Marine-Stützpunkt in den USA getötet hatte. Das FBI schöpfte seine Möglichkeiten, sich Zugang zu den beiden Telefonen zu beschaffen, erfolglos aus, schrieb die New York Times unter Berufung auf informierte Personen. Inhalte auf iPhones werden verschlüsselt und sind meistens nicht ohne Passcode zugänglich. Apple betont, dass man Behörden auf richterliche Anweisung die vorhandenen Informationen aushändige – darunter fallen bestimmte nicht durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützte iCloud-Daten sowie Metadaten.

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Die US-Behörden hatten 2016 sogar gegen Apple geklagt, um den Konzern zu zwingen, Methoden zum Schwächen der iPhone-Codesperre zu entwickeln, um diese per Brute-Force-Angriff knacken zu können. Am Ende erhielt das FBI jedoch nach eigenen Angaben mit Hilfe eines externen Dienstleisters Zugriff auf die Daten und ließ die Klage fallen. Apple hatte damals unter anderem argumentiert, Hintertüren für Behörden könnten auch missbraucht werden. Horvath betonte jetzt, unter anderem Gesundheits- und Zahlungsdaten auf den Geräten machten eine robuste Verschlüsselung unverzichtbar.

Horvath sprach auf der CES bei einer Podiumsdiskussion, an der auch ihre Facebook-Kollegin Erin Egan teilnahm. Egan wies dabei Vorwürfe zurück, das Online-Netzwerk sammele zu viele Daten oder betreibe mit seinem Werbemodell "Überwachungskapitalismus". "Ich denke, die Privatsphäre der Menschen bei Facebook ist heute geschützt", sagte sie. Facebook bringe den Nutzern mit seinem werbefinanzierten Geschäftsmodell zugleich einen Mehrwert. Das Online-Netzwerk habe zwar ein anderes Geschäftsmodell als Apple - aber bei beiden sei die Privatsphäre geschützt.

Ihr widersprach Rebecca Slaughter, Mitglied der amerikanischen Verbraucherschutz-Behörde FTC. Nach immer neuen Datenpannen und -skandalen sei es unmöglich, zu dem Schluss zu kommen, dass Online-Unternehmen genug beim Datenschutz unternähmen oder dass die Privatsphäre der Nutzer geschützt sei, kritisierte sie. Die FTC ist in den USA auch für die Datenschutz-Aufsicht zuständig - und hatte im vergangenen Sommer unter anderem wegen des Skandals um Cambridge Analytica eine Strafe von fünf Milliarden Dollar gegen Facebook verhängt.

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(dpa) / (lbe)