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Nach Kauf von Workflow-App: Apple erstattet Nutzerkäufe zurück

Wer das mittlerweile kostenlose Automatisierungs-Tool für iOS erst kürzlich erworben hat, bekommt den Preis gutgeschrieben, berichten erste Nutzer.

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Workflow auf dem iPad.

(Bild: Screenshot via Ars Technica)

Apples Aufkauf der DeskConnect Inc., die das populäre iOS-Werkzeug Workflow herstellte, sorgte dafür, dass der Preis der App auf 0 Euro gesenkt wurde. Dass dürfte viele Menschen gestört haben, die sich die App erst kürzlich für rund 3 Euro gekauft haben. Wie Nutzer in den USA berichten, ist das mittlerweile auch Apple aufgefallen: Der Konzern verschickt seit dieser Woche E-Mails, in denen die Rückerstattung des Workflow-Kaufpreises angekündigt wird.

"Danke für Ihren Kauf von Workflow (...) Workflow ist nun kostenlos im App Store erhältlich. Weil Sie die App erst kürzlich gekauft haben, haben wir Ihnen den vollen Kaufpreis (...) erstattet", heißt es in dem Schreiben. In den USA ist dies der App-Preis samt Umsatzsteuer. Der Kaufpreis werde über die Bezahlmethode zurückerstattet, die beim Kauf verwendet wurde, schreibt Apple weiter – ist also eine Kreditkarte im iTunes-Konto hinterlegt, geht das Geld auch auf der Karte ein. Wer über einen Gutscheincode bezahlt hat, darf sich über ein in Höhe des Workflow-Kaufpreises erhöhtes Guthabenkonto freuen.

Die Rückerstattung kann bis zu fünf Tage dauern. Ob sie auch in Europa erfolgt, blieb zunächst unklar – Apple neigt allerdings dazu, solche Aktionen stets weltweit durchzuführen. Workflow wurde auch in allen Märkten, in denen es angeboten wurde, kostenlos gestellt.

Mit der App lassen sich verschiedene iOS-Anwendungen zu Arbeitsabläufen kombinieren – etwa aus jeder App ein PDF generieren, den aktuell spielenden Song per Twitter verbreiten, animierte GIFs erstellen oder alle Bilder einer Website abspeichern. Das Tool läuft auf iPhone, iPad und iPod touch. Apple hat offenbar vor, Funktionen aus Workflow direkt in iOS zu integrieren.

Ärger gab es allerdings, weil der Konzern verschiedene Workflow-Abläufe von Drittdiensten aus dem Angebot genommen hat. Der Grund dafür scheint ein juristischer zu sein: Vor einigen Wochen bat die Deskconnect Inc. Unternehmen, für deren Apps es Workflows gab, um eine offizielle Genehmigung. Die scheint aber teilweise nicht erteilt worden zu sein. So flogen Google Chrome, Telegram und Pocket aus dem Diensteangebot. (bsc)