Menü
Mac & i

Nach Klage: Apple entzieht Monster Zertifikat "Made for i"

Nachdem der Audiospezialist die Apple-Tochter Beats Anfang des Jahres wegen "Betrugs und Piraterie" verklagt hatte, reagiert Cupertino nun geschäftlich. Monster-Geräte dürfen Apples Zertifizierungslogo nicht mehr tragen.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 274 Beiträge
Monster-Kopfhörer

Kopfhörer von Monster – hier ein Modell in Zusammenarbeit mit Tumi.

Anzeige
Apple iPhone 6 16GB grau
Apple iPhone 6 16GB grau ab € 349,–

Apple hat einem Bericht des Wall Street Journal zufolge dem Kopfhörerhersteller Monster die Lizenz "Made for iPhone / iPad / iPod" (MFI) entzogen. Laut Monster darf die Firma das Logo, das Zubehör von Drittherstellern als kompatibel zu Apple-Geräten kennzeichnet, demnächst nicht mehr verwenden.

Der Schritt folgt auf eine Klage von Monster gegen Beats, die im Januar eingereicht wurde. In dieser bezichtigt Monster die Apple-Tochter, mit der es zuvor eine langjährige Zusammenarbeit gegeben hatte, des "Betrugs und der Piraterie". In der Klage, die am County Superior Court im kalifornischen San Mateo eingereicht wurde, heißt es, Beats-Gründer Dr. Dre und Jimmy Iovine, die heute beide für Apple tätig sind, hätten die Rolle von Monster und dessen Chef Noel Lee bei der Gestaltung und Entwicklung ihrer Kopfhörerproduktlinie "verschleiert" und sich Technik-, Herstellungs- und Vertriebswissen illegal angeeignet.

Monster glaubt, dass Apple die MFI-Zertifizierung "strategisch" entzogen habe. Dies stößt dem Audiospezialisten auch deshalb sauer auf, weil Apple mit anderen Firmen wie Samsung, mit dem sich das Unternehmen in Rechtsstreitigkeiten befindet, weiter zusammenarbeitet. Apple soll die MFI-Zulassung, für die Hersteller Lizenzgebühren zu entrichten haben, zum 5. Mai gekündigt haben. Apples Anwälte hätten Monster informiert, die Klage bedeute, dass beide Firmen nicht länger voneinander "profitieren". Sie schade der Beziehung beider Unternehmen.

Monster hat nun ein Problem: Die aktuelle MFI-Lizenz läuft nur noch bis September. Danach muss das Unternehmen rund 900 Produkte ohne offizielle Apple-Zertifizierung verkaufen. Das wiederum dürfte das Unternehmen Kunden kosten. (bsc)