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Nach Verbot in Brasilien: Secret-App will "mobbingfrei" werden

Mit dem nächsten Update der Klatsch-App soll es nicht mehr möglich sein, Namen in Postings zu erwähnen. Zudem wird verboten, eigene Fotos zu posten.

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Nachdem ein brasilianisches Gericht die App Secret verboten hatte, reagiert das US-Start-up nun: Eine demnächst erscheinende, neue Version der Klatsch-Anwendung für iOS und Android soll "sicherer" sein, heißt es in einer Mitteilung. Damit meint die junge Firma vor allem die Möglichkeit, mittels Secret anonym über andere Personen herzuziehen – genau das war von einem brasilianischen Staatsanwalt beklagt worden.

Mit dem nächsten Update soll die App nun eine automatische Namenserkennung bekommen. Man habe festgestellt, dass "die besten Secrets" keine Namen enthielten und "die wenigen, die sie enthalten, sind normalerweise nicht produktiv oder sogar schädlich". Man habe daher seine Position bei der Verwendung von Klarnamen "geändert" und werde künftig von deren Verwendung abraten. "Wir werden Postings, die die Namen von Privatpersonen enthalten, blockieren, wo immer dies möglich ist."

Warndialog in Secret.

(Bild: Hersteller)

Dazu plant Secret eine eigene Erkennungstechnik, die man nach und nach verbessern will. "Wir werden hier sehr viel investieren." Gleichzeitig mit der Namensblockade verliert Secret zudem die Möglichkeit, Fotos aus der Fotobibliothek eines Geräts als Postinggrundlage zu verwenden. Stattdessen baut die App eine Flickr-Suche ein.

Wie genau die neue Namensblockade funktionieren wird, ist unklar. Ein Screenshot, den Secret veröffentlicht hat, zeigt einen Hinweisdialog, der besagt, dass Postings mit Namen von Privatpersonen "verletzend" sein können und gegen die Regeln des Dienstes verstoßen. Er enthält aber auch die Optionen "Zurück" und "Ich stimme zu". (bsc)