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Nach iTunes-Update: Stundenlange iCloud-Probleme

Apples an iOS 10 angepasste neue Version seiner Medienverwaltung machte am Dienstagabend lange Ärger: Ein Serverfehler störte viele Nutzer alle paar Minuten.

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Sieht etwas schicker aus, nervte aber nach der Freigabe gewaltig: iTunes 12.5.1.

(Bild: Apple)

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Wer am Dienstagabend neben iOS 10 (dessen Installation unter Umständen ebenfalls Probleme bereitete) auch noch die dafür angepasste iTunes-Version 12.5.1 auf seinen Rechner lud, erlebte kurz darauf eine böse Überraschung: Die iCloud-Musikmediathek, wichtiger Bestandteil von Apple Music, streikte teilweise.

Entweder beim Start von iTunes 12.5.1 oder kurz danach tauchte die Fehlermeldung auf, es könne "keine Verbindung zu deiner iCloud-Musikmediathek hergestellt" werden. "Diese Mitteilung wird in 30 Sekunden nicht mehr angezeigt", hieß es in der Hinweisbox weiter, die dann inklusive Countdown nach besagter halber Minute verschwand.

Da allerdings augenscheinlich Apples iCloud-Serverinfrastruktur überlastet oder zumindest nicht erreichbar war, tauchte die Fehlermeldung alle paar Minuten auf – inklusive Springen des iTunes-Dock-Icons am Mac. Betroffen waren von dem Problem insbesondere auch Personen, die zuvor versucht hatten, einen neuen Song mit der iCloud-Musikmediathek abzugleichen – etwa durch das Hinzufügen einer neuen MP3-Datei.

Da die iCloud-Musikmediathek aber bei jedem iTunes-Start angesprochen wird (sowie in regelmäßigen Abständen während der Programmbenutzung), gab die Fehlermeldung bei vielen Usern keine Ruhe. Twitter war voll von entsprechenden Berichten.

Wie es bei Apple leider viel zu häufig üblich ist, zeigte die offizielle Systemstatus-Website des iPhone- und Mac-Produzenten keinerlei Problem an – alle Angebote inklusive Apple Music leuchteten grün. "Es sind zurzeit keine Störungen bekannt", so die lapidare Aussage während eines glasklaren Fehlerbildes und während der amerikanischen Bürozeiten. Später wurde dann ein Problem in der Zeit von 18 Uhr 30 bis cirka 0 Uhr vermerkt – ein Ausfall von satten fünfeinhalb Stunden.

Menschen, die keine Lust auf die Fehlermeldung hatten, konnten iTunes nur schließen, ihren Rechner offline betreiben oder iTunes alle Serververbindungen verbieten – etwa mit Little Snitch. Immerhin hat Apple mit iTunes 12.5.1 offenbar einen Bug behoben, der zuvor dafür sorgte, dass die App beim Abspielen von heruntergeladenen Apple-Music-Songs bei deaktiviertem Netzzugang mit jedem Songwechsel eine Fehlermeldung ausspuckt.

iTunes 12.5.1 ist unter anderem bereit für macOS Sierra und lässt sich dort mit der Sprachassistentin Siri steuern. Zudem liefert Apple eine neue, etwas übersichtlichere Oberfläche für Apple Music und bietet hier und da Farbtupfer im Standardinterface der App – spaßigerweise auch in dem Bereich, wo iCloud-Musikmediathek-Fehlermeldungen angezeigt werden. Diese sind künftig mit einem Ausrufezeichen in oranger Farbe gekennzeichnet.

Eine grundsätzliche Neugestaltung von iTunes, die viele Nutzer seit langem fordern, steht nach wie vor aus. (bsc)