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Napster spürt Apple Music, wächst aber weiter

Der Streaming-Service hat laut eigenen Angaben mittlerweile drei Millionen Kunden. iOS ist die wichtigste Plattform.

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Napster

(Bild: dpa, Selin Verger)

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Der Musikdienst Napster bekommt laut Angaben seines Europachefs Thorsten Schliesche das Interesse der Nutzer an Apple Music zu spüren, verzeichnet aber noch keine Kundenverluste. "Man merkt, dass es den einen oder anderen Kunden gibt, der die kostenlose Probezeit von Apple Music ausprobiert. Wir spüren aber keine Veränderung beim Zustrom neuer Nutzer", sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Die Branche befinde sich insgesamt noch nicht im Verdrängungswettbewerb.

Der Streaming-Anbieter, der nichts mehr mit dem klassischen Tauschnetzwerk gleichen Namens zu tun hat, konnte seine Nutzerzahl binnen eines Jahres um die Hälfte auf drei Millionen zahlende Abonnenten steigern, sagte Schliesche. "Die vergangenen zwölf Monate waren die bisher schnellste Wachstumsperiode. Streaming rückt insgesamt viel stärker in den Mittelpunkt."

Napster und die amerikanische Dachmarke Rhapsody sind immer noch deutlich kleiner als der Streaming-Marktführer Spotify. Die schwedische Firma hat 75 Millionen Nutzer, von denen laut Angaben von Spotify 20 Millionen zahlende Abo-Kunden sind. Im Gegensatz zu Spotify gibt es bei Napster keine Gratis-Variante.

Zuletzt bekamen Streaming-Dienste mehr Aufmerksamkeit, weil Apple Ende Juni in das Geschäft mit Musik aus dem Netz einstieg. Apple startete seinen Streaming-Dienst Apple Music mit einer dreimonatigen kostenlosen Test-Phase. Die spannende Frage ist, wie viele Nutzer danach mit einem 10 Euro im Monat teuren Abo bleiben.

Bei Napster greifen laut dem Anbieter rund 60 Prozent der Kunden auf den Service von mobilen Geräten aus zu. Die Mehrheit von ihnen sei mit dem iOS-System von Apples iPhones und iPads unterwegs, mit einem Anteil von ebenfalls rund 60 Prozent. Entsprechend wichtig ist die Plattform für den Dienst. (mit Material von dpa) / (bsc)