Neue App-Store-Vorgaben: Apple lässt Entwicklern mehr Zeit

Eigentlich müssten bis Ende April diverse neue Richtlinien eingehalten werden. Nun wurde die Deadline auf Juni verschoben.

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Ohne den App Store geht auf dem iPhone nichts.

(Bild: dpa, Alex Heinl)

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Apple hat mehr Gnade mit seinen Entwicklern. Wie das Unternehmen auf seiner Entwickler-Website ankündigte, müssen insgesamt sechs Neuregelungen, die eigentlich bereits ab Ende April eingehalten werden müssten, erst bis zum 30. Juni 2020 umgesetzt werden.

"Um Developern entgegenzukommen, die zusätzliche Zeit benötigen, ihre existierenden App-Store-Apps anzupassen", habe man die Deadline verschoben, so das Unternehmen. "Wir schätzen unsere weltweite Entwicklergemeinschaft sehr."

Zu den nun nach hinten verschobenen Änderungen zählt unter anderem die Pflicht, dass iPhone- und iPad-Apps mit dem iOS-13-SDK (oder später) gebaut werden müssen. Zudem muss ein Xcode-Storyboard für den Launch-Bildschirm einer App vorliegen.

Zudem müssen alle iPhone- und iPad-Apps alle Bildschirmarten unterstützen, die das Ökosystem beherbergt. Apple-Watch-Apps müssen mit dem watchOS-6-SDK entwickelt werden.

Weiterhin ist nun bis Ende Juni Pflicht, dass Apps, die Facebook oder Google zum Login anbieten, auch mit dem Apple-Diensten "Mit Apple anmelden" funktionieren. Die Vorgabe gilt nicht für Apps, die ausschließlich eine eigene Account-Verwaltung anbieten – sprich auf Social-Logins verzichten – und auch für Bildungs- und Enterprise-Apps gibt es Ausnahmen, wenn sich Nutzer dort mit dem Account des Anbieters anmelden.

Soziale Netzwerke müssen Apples Login-Dienst zudem nicht in ihre hauseigenen Clients einbauen. Immerhin: "Mit Apple anmelden" lässt sich auch in Web- und Android-Apps integrieren. Der Konzern wünscht eine möglichst weite Verbreitung. Unklar ist noch, ob Apple Apps ablehnen wird, die "Mit Apple anmelden" trotz Vorgabe nicht umsetzen.

Schließlich hat Apple Regelungen für Kinder-Apps und HTML-5-Programme verändert und macht sie nun bis zum 30. Juni zur Pflicht. Dazu gehören neue Werbevorschriften genauso wie das Verbot von HTML-5-Apps, die zur Code-Verteilung dienen. Bei Kinder-Apps prüft Apple nun nach, was da an Reklame laufen soll. (bsc)