Neue Crowdsourcing-Datenbank: iPhones liefern Luftdruckdaten an Apple

Neben GPS-Positionsdaten erfasst der Konzern neuerdings automatisch den von iPhones gemessenen Luftdruck.

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Neue Crowdsourcing-Datenbank: iPhones liefern Luftdruckdaten an Apple

(Bild: Shutterstock/Juan Aunion)

Von
  • Leo Becker

Apple erhebt mehr Daten von iPhones und iPads: Neuerdings übermitteln alle Geräte mit aktivierten Ortungsdiensten auch regelmäßig Informationen zum Luftdruck an Apple. Die Datensammlung soll dem Aufbau einer neuen Crowdsourcing-Datenbank für "Druckverhältnisse in Innenräumen" dienen, wie aus den aktualisierten Datenschutzbestimmungen von iOS 13.3 hervorgeht. Die Übermittlung der Sensordaten erfolge in "anonymisierter und verschlüsselter Form".

Welchem Zweck die Luftdrucksammlung konkret dient, ist unklar. Eine Nachfrage bei Apple blieb unbeantwortet. Ein barometrischer Drucksensor, der in allen iPhones ab iPhone 6 steckt, kann nicht nur für Wetterprognosen relevant sein, sondern auch für eine Bestimmung der Höhe. iPhone und Apple Watch nutzen diesen etwa, um die Zahl der zurückgelegten Stockwerke zu erfassen.

Die überarbeitete Passage in den Datenschutzbestimmungen von iOS 13.3 weist auf die Luftdruckerfassung hin.

Bei schlechtem GPS-Signal kann die Höhenerfassung im Zusammenspiel mit Kartendaten zudem die Standortbestimmung verbessern.

Die Höhenermittlung könnte Apple außerdem für den Ausbau des Indoor-Kartenangebotes von Apple Maps benutzen, das inzwischen etwa für Flughäfen wie Frankfurt Airport (FRA) vorliegt – und ist auch für Indoor-Navigation relevant.

Der Konzern sammelt bereits regelmäßig die GPS-Position von iPhones mitsamt Informationen zur Fahrgeschwindigkeit im Rahmen des standardmäßig gemeinsam mit den Ortungsdiensten aktiven Systemdienstes "Routen und Verkehr", darunter fällt nun auch die neue Luftdruckerfassung. Die Datensammlung erfolgt, sobald sich ein Nutzer mit dem iPhone fortbewegt, das muss nicht im Auto sein – auch bei Fußwegen oder Fahrradfahrten werden diese Daten erhoben und übermittelt.

Die Funktion lässt sich in den Einstellungen unter Datenschutz / Ortungsdienste / Systemdienste / "Routen & Verkehr" abschalten. Neben der Verkehrsdatenbank hat der Konzern auch eine Crowdsourcing-Datenbank zur Position von Mobilfunkstationen und WLAN-Routern aufgebaut, um die Standortbestimmung zu beschleunigen und verbessern.

Die Daten werden nach Apples Angabe mit einem Zufalls-Identifier verknüpft, der sich am Ende jedes Trips ändern soll – und der nicht mit Apple-ID oder anderen Account-Informationen verknüpft sei. Die rotierende ID mache es schwerer, einen Verlauf der Reisedaten eines Nutzers "zusammenzustückeln", so Apple.

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(lbe)