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Neue Funktionen in iOS 11.3: Drosselbremse und Patientenakte für iPhone und iPad

Das kommende Update für iOS 11 für iPhone und iPad erlaubt, die Leistungsdrosselung bei schwachem iPhone-Akku abzuschalten. Es verspricht außerdem bessere AR-Apps, die Einführung einer Gesundheitsakte und weitere Neuerungen.

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ARKit iOS 11.3

Augmentend-Reality-Apps haben in iOS 11.3 erweiterte Möglichkeiten.

(Bild: Apple)

Kurz nach der Freigabe von iOS 11.2.5 hat Apple neue Informationen zu iOS 11.3 veröffentlicht. Das Update für iPhone, iPad und iPod touch soll im Frühjahr erschienen, wie der Hersteller mitteilte. Die kommende iOS-Version ermöglicht iPhone-Nutzern erstmals, die unter bestimmten Umständen stattfindende automatische Drosselung der Leistung auf allen Geräten abzuschalten, auf denen diese “Funktion” bislang eingeführt wurde – die reicht von iPhone 6 über iPhone SE, iPhone 6s bis hin zu iPhone 7 und schließt die jeweiligen Plus-Modelle ein. iOS 11.3 soll außerdem den Gesundheitszustand der Batterie anzeigen, erklärt Apple.

Mit dem Update führt Apple außerdem eine elektronische Patientenakte ein, die in die vorinstallierte Health-App integriert wird. Sie soll die von verschiedenen Anbietern stammenden medizinischen Daten des Nutzers in einer Ansicht zusammenführen und Benachrichtigungen etwa zu neuen Laborergebnisse und Medikamentierung liefern. Die Patientendaten sind verschlüsselt und mit einem Passcode gesichert, betont Apple.

Krankenhäuser und Kliniken müssen diese neue Gesundheitsakte jeweils unterstützen, vermutlich wird die Funktion zu Beginn auf einige Einrichtungen in den USA beschränkt bleiben.

iOS 11.3 für iPhone und iPad (4 Bilder)

Die Health-App soll alle medizinischen Daten des Nutzers zentral sammeln – darunter Messwerte und Testergebnisse.
(Bild: Apple)

Mit iOS 11.3 reicht Apple außerdem den schon im vergangenen Jahr angekündigten “Business Chat”, der eine textbasierte Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen per iMessage ermöglicht. Zu Beginn unterstützen dies “ausgewählte” US-Firmen wie Hilton, Lowe’s und Wells Fargo.

Nutzer können Anfragen dann per iMessage-Nachricht an Firmen schicken, die dies unterstützen. Eine Konversation muss vom Kunden eingeleitet werden, der Business Chat ist nicht dafür gedacht, dass Firmen Werbenachrichten an iMessage-Nutzer versenden, wie Apple im vergangenen Jahr zur Vorstellung des neuen Dienstes betonte.

Die nächste iOS-Version soll außerdem für bessere Augmented-Reality-Apps sorgen: Das Framework ARKit 1.5 ermögliche es Entwicklern, digitale Inhalte auch auf vertikale Objekte in der realen Welt zu produzieren – also etwa auf Türen oder Wände. Bislang klappt dies nur auf horizontalen, relativ simplen Oberflächen wie einem Tisch oder dem Boden. ARKit werde außerdem die Position von zweidimensionalen Objekten wie Schildern und Postern erfassen – und könne diese dadurch “in AR-Erlebnisse integrieren”.

iOS 11.3 unterstützt – wie von einer europäischen Notruforganisation gefordert – das quelloffene Protokoll “Advanced Mobile Location” (AML) – die automatische Übermittlung des möglichst exakten Standortes bei einem Notruf. AML ist derzeit unter anderem in Großbritannien, Belgien und Niederösterreich aktiv, weitere europäische Länder testen derzeit offenbar die Unterstützung.

Mit iOS 11.3 erhalten iPhone-X-Nutzer außerdem vier neue Animojis – Drache, Bär, Totenkopf und Löwe –, die sich durch die eigene Mimik steuern lassen. Der Streaming-Dienst Apple Music will Musikvideos künftig weiter in den Vordergrund stellen und neue Musikvideo-Wiedergabelisten bieten.

Für Entwickler will Apple noch am Mittwoch eine erste Beta von iOS 11.3 zum Download bereitstellen, eine öffentliche Beta soll folgen. Die allgemeine Freigabe dürfte für Ende März oder Anfang April angesetzt sein.

Zwei wichtige für iOS 11 angekündigte Funktionen fehlen weiterhin: iMessage in iCloud respektive "Nachrichten in iCloud" wurde auf einen unbestimmten Termin verschoben – soll aber eigentlich noch vor iOS 12 im Herbst kommen. Auch die Multiroom-Unterstützung mit AirPlay 2 lässt weiter auf sich warten, diese folgt irgendwann im Verlauf des Jahres 2018, wie Apple zur Einführung des HomePods mitteilte.

[Update 25.01.2018 13:55 Uhr] Sowohl iMessage in iCloud als auch AirPlay 2 sind Teil der ersten Beta von iOS 11.3, wie Entwickler berichten. Ob diese Funktionen auch in der finalen Fassung enthalten sein werden, bleibt vorerst offen, Apple hat sie bislang nicht öffentlich für iOS 11.3 angekündigt.

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(lbe)