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Neuer iOS-Jailbreak auf über 155.000 Geräten

Electra 1131 läuft auf iPhone und iPad bis hin zu iOS 11.4 Beta 3 und ist augenscheinlich beliebt.

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Neuer iOS-Jailbreak auf über 140.000 Geräten

Website des Electra-Jailbreaks.

(Bild: Screenshot coolstar.org)

Jailbreaks für iOS-Geräte scheinen noch nicht tot zu sein. Dass eine Nachfrage für die komplette Geräteöffnung bei iPhone und iPad besteht, lässt sich am Erfolg des Electra-1131-Jailbreaks ablesen, wie die Macher des Coolstar-Teams selbst zeigen: Seit Verfügbarmachung wurden bereits über 155.000 Geräte entsperrt.

Lief Electra anfangs nur auf den alten Versionen 11.0 bis 11.1.2 des Mobilbetriebssystems, ist der Jailbreak, der kontinuierlich weiterentwickelt wird, mittlerweile bis hin zu iOS 11.1.3 verwendbar. Seit Version 1.0.3 von Electra werden zudem iOS 11.4 Beta 1 bis Beta 3 geknackt. Bei Apple aktuell ist iOS 11.4.1, in dem die von dem Jailbreak ausgenutzten Fehler behoben sind.

Electra ist neben dem iPhone, dem iPad und dem iPod touch auch für Apple-TV-Geräte ab der vierten Generation (mit tvOS) geeignet. Bei der Installation startet sich ein Gerät zwei Mal neu und beim ersten Reboot muss Electra erneut angestoßen werden. Eine Rückkehr zu einem Gerät ohne Jailbreak soll mittels APFS-Schnappschuss möglich sein.

Cydia wird mitgeliefert, zudem läuft nach Installation auf Port 22 ein OpenSSH-Server. Viele bekannte Jailbreak-Apps sind zu Electra anfangs nicht kompatibel und müssen aktualisiert werden. Substitute, Tweak Loader sowie die Substrate-Kompatibilitätsschicht müssen aus dem Electra-Repo heruntergeladen werden.

Die Macher warnen, dass "viele Apps, Launch-Daemons und Installations-Binaries" mit Electra zunächst nicht funktionieren, weil ihnen die passenden Entitlements fehlen. Mit der weiteren Durchsetzung des Jailbreaks dürften viele Macher aber (hoffentlich) Anpassungen vornehmen.

Die von Electra verwendeten Exploits stammen vor allem vom Google-Sicherheitsforscher Ian Beer, wurden aber um weitere Injections und Patches erweitert, die von weiteren Entwicklern und Hackern stammen. Wie bei allen Jailbreaks gilt, dass man sich der möglichen Sicherheitsgefahren bewusst sein muss. Apple selbst lehnt das Entsperren naturgemäß völlig ab.

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(bsc)