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Neues Billig-iPad schlecht zu reparieren

Apple verwendet auch im neuen iPad 9,7 wieder jede Menge Kleber, was das Auseinandernehmen erschwert. iFixIt gibt ihm einen schlechten Reparierbarkeitswert.

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Neues Billig-iPad schlecht zu reparieren

Für Schulen und Unis soll die sechste Generation des iPad besonders gut geeignet sein – außer es geht kaputt.

(Bild: iFixit)

Apples brandneues iPad 9,7, die sechste Generation des klassischen Tablets des Konzerns zum Preis ab 350 Euro, ist wieder nicht besonders nachhaltig – zumindest, was Reparaturen anbelangt. Wie ein erster "Teardown" durch den Servicedienstleister iFixIt zeigt, verwendet der Hersteller erneut jede Menge Klebstoff, um das Gerät und seine Bauteile zusammenzuhalten. Das erschwert das Öffnen und das erneute Zusammenbauen nach einer Reparatur. Neu ist diese Taktik nicht: Auch andere Apple-Tablets wie das iPad Pro sind stark "verklebt", wobei das iPad Pro 12,9 auf sogenannte Pull-Tabs setzt, die den Komponentenausbau teilweise erleichtern.

Besonders schwer ist laut iFixIt der Akkutausch beim neuen Billig-iPad – obwohl genau dieser alle paar Benutzungsjahre fällig werden kann. Das LC-Display wird mit einem Schaumklebeband am Frontpanel festgehalten, was den Ausbau gefährlich macht – unerfahrene Reparateure können es so leicht zerstören. Fallunfälle sind beim neuen iPad 9,7 hingegen leichter behebbar als beim iPad Pro – weil Frontglas und LCD nicht miteinander verbunden (aufeinander laminiert) sind. Beim iPad Pro ist das anders. Sind das Frontglas und der Digitizer erfolgreich entfernt, lässt sich laut iFixIt auch der LC-Bildschirm vergleichsweise einfach entnehmen.

Ansonsten ergab der Teardown keine spannenden Entdeckungen: Das neue iPad 9,7 kommt mit dem A10-Fusion-Prozessor aus dem iPhone 7 von 2016 mit 2 GByte RAM. Unterstützung für den Apple Pencil wird offenbar über einen Broadcom-Touchscreen-Controller realisiert, der auch schon im iPad Pro steckt. Insgesamt gab iFixIt dem neuen iPad 9,7 einen Reparierbarkeitswert von nur 2 von 10 möglichen Punkten.

Apple will mit dem Billig-Tablet wieder stärker im Bildungsmarkt Fuß fassen. In den USA wird das Tablet an Schüler, Studenten und Bildungseinrichtungen zum Preis von 300 US-Dollar abgegeben. Der Konzern gönnt Lernenden zudem ein größeres iCloud-Speicherpaket mit 200 GByte – normale Endkunden bekommen nur 5 GByte kostenlos. (bsc)