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Neues randloses LCD-iPhone ohne 3D-Touch, aber mit härterem Glas

Ein üblicherweise gut informierter Analyst hat Details zu Apples neuem Einsteiger-iPhone erfahren. Offenbar aus preislichen oder technischen Gründen muss Apple auf den "festen Druck" als Teil der Bedienoberfläche verzichten.

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Diese drei Modelle plant Apple angeblich für Herbst: Zwei mit OLED und eines mit LCD.

(Bild: Apple)

Bei dem für Herbst geplanten neuen LCD-iPhone mit 6,1 Zoll großem, nahezu randlosen Display soll eine wichtige Funktion fehlen. Das glaubt zumindest Ming Chi Kuo vom taiwanischen Bankhaus KGI Securities, der schon früher häufig richtig lag und als gut vernetzt in Apples Lieferkette gilt. Einer aktuellen Investoren-Notiz des Analysten zufolge wird das Modell, das neben zwei OLED-iPhones ("iPhone X Plus" mit 6,5 Zoll und "iPhone X 2" mit 5,8 Zoll) stehen soll, nicht mehr über die Funktion 3D Touch verfügen.

Seit dem iPhone 6s verbaut Apple das Feature in allen seinen aktuellen Smartphones – mit Ausnahme des iPhone SE. Durch festen Druck auf dem Bildschirm lassen sich zusätzliche Funktionen aufrufen – etwa ein Kontextmenü auf dem Homescreen. Auch kann so eine Vorschauansicht für bestimmte Inhalte wie E-Mails oder Links geöffnet werden. Die bereits aus der Apple Watch bekannte "Taptic Engine" mit ihren Vibrationsmotoren liefert dazu haptisches Feedback – und externe Entwickler können 3D Touch in ihre Apps integrieren.

Kuo zufolge wird beim LCD-iPhone des Jahrgangs 2018, das Apples neues Einsteigermodell (neben einem möglichen Nachfolger des iPhone SE) sein soll, eine neuartige Bildschirmtechnik verbaut, die das Touchmodul in die Glasoberfläche verlagert ("Cover Glass Sensor", CGS). Dies soll die bisherige In-Cell-Technik ersetzen. Vorteile seien, dass das Bildschirmmodul leichter und stabiler ist.

Daneben plant Apple angeblich einen neuen Dünnfilmsensor, der den Touchfilmsensor ergänzt – wozu dieser dienen soll, ist unklar. Insgesamt sollen so die Kosten für das Display steigen, was Apple angeblich durch das Weglassen der 3D-Touch-Funktion wieder wettmachen will. Zudem könnte dies auch technische Gründe haben. Es wäre allerdings verwunderlich, wenn Apple die 3D-Touch-Funktion, die mittlerweile von vielen Nutzern verwendet wird, in einer neuen Baureihe wieder streichen würde. Zwar plant Apple angeblich in späteren Jahren eine berührungslose Steuerung des Bildschirms, doch so weit ist der Konzern noch nicht.

Weiterhin will Kuo erfahren haben, dass das neue LCD-iPhone einen Rahmen aus Aluminium (beim iPhone X besteht dieser aus Edelstahl) und 3 GByte RAM haben soll. "iPhone X 2" und "iPhone X Plus" sollen 4 GByte erhalten. (bsc)