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News+: Apple verspricht Verbesserungen bei Magazindienst

Die Verlage sind mit dem Paid-Dienst offenbar unzufrieden. Der zuständige Manager will Probleme anpacken und hat "Hunderte" Mitarbeiter abgestellt.

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Apple News+ gibt's bislang nur in englischsprachigen Ländern.

(Bild: Apple)

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Apples Mediendienst News+ kämpft mit Kritik – seitens der Nutzer und der Lieferanten von Inhalten. Das hat der Konzern nun augenscheinlich selbst verstanden und kündigt in einer länglichen Presseaussendung Verbesserungen an. Man habe viel "großartiges Feedback" von den "Hunderten von Publishern, die über Apple News+ verfügbar sind" erhalten. "Hunderte Menschen bei Apple" in den Bereichen Redaktionelles, Entwicklung, Marketing und Design arbeiteten daran, "Apple News+ zur besten Nutzererfahrung für Menschen zu machen, die es lieben, ihre Lieblingstitel zu lesen und neue Geschichten zu entdecken", so Eddy Cue, Senior-Vizepräsident für Internetdienste bei dem Konzern und (auch) für News+ zuständig.

Der Service ist aktuell nur in den USA und Kanada verfügbar und bietet zum Preis von 10 US-Dollar respektive 13 Kanadische Dollar im Monat Zugriff auf laut Apple-Angaben über 300 Magazine. Diese werden für iOS-Geräte sowie den Mac aufbereitet und können darauf dann direkt gelesen werden. Zusätzlich gibt es einige Inhalte von Tageszeitungen wie dem Wall Street Journal, wobei diese zum Teil kein Archiv abdecken beziehungsweise nur eingeschränkt verfügbar sind. Weiterhin arbeitet Apple mit verschiedenen Blogs zusammen, die Bezahlinhalte zuliefern.

Apple News+ soll anfangs nur langsam in die Gänge gekommen sein – obwohl der Service allen Amerikanern und Kanadiern mit hinterlegter Apple-ID zur Verfügung steht, kamen in den ersten Tagen angeblich nur 200.000 Probeabonnenten auf Apple zu. Angaben zu aktuellen Kundenzahlen macht Apple nicht. Cue sagte aber, dass sich die Leser stark mit dem Angebot beschäftigten und "meistens täglich" vorbeisehen.

Mit den jüngsten Updates auf iOS 12.3 beziehungsweise macOS 10.14.5 hat Apple Verbesserungen bei der Nutzung von Apple News+ eingeführt. So ist es nun möglich, Publikationen direkt aus dem Katalog zu "folgen", deren neue Ausgaben dann automatisch heruntergeladen und offline verfügbar gemacht werden. Einzelausgaben lassen sich weiterhin in den einzelnen "Kanälen" der Magazine beziehen.

Die News+-App hatte sowohl auf dem Mac als auch unter iOS zuvor keine guten Noten erhalten. So gab es Kritik am Bedienmodell etwa zum Auffinden von Inhalten. Weiterhin ist die Qualität der Publikationen, was ihre Aufbereitung für Apple-Geräte betrifft, sehr unterschiedlich – Apple arbeitet mit manchen Verlagen eng zusammen und hilft ihnen, Anpassungen vorzunehmen. In anderen Fällen sehen die Ausgaben aus wie (zu) schlichte PDFs. Auch soll der Umsetzungsprozess "buggy" sein. (bsc)