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Nutzerberichte: SSD im MacBook Pro mit Touch Bar nicht entnehmbar

Während das proprietäre Modul im neuen MacBook Pro ohne OLED-Funktionstastenleiste herausgenommen werden kann, scheint Apple die SSD bei den teureren Modellen offenbar zu verlöten. Das berichten Nutzer, die ihre Geräte geöffnet haben.

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Nutzerberichte: SSD im MacBook Pro mit Touch Bar nicht entnehmbar

15-Zoll-MacBook Pro mit Touch Bar: Die SSD scheint vernagelt zu sein.

(Bild: MacRumors-Forum)

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Wer sich für ein neues MacBook Pro mit Touch Bar interessiert, sollte sich die gewünschte SSD-Größe genau überlegen: Apple hat den Massenspeicher auf der Hauptplatine nämlich offenbar verlötet, was einen nachträglichen Austausch unmöglich macht.

Das berichten zumindest Nutzer im Forum von MacRumors, die ihr Gerät erhalten und geöffnet haben. Anscheinend sind sowohl das 15- als auch das 13-Zoll-Modell betroffen – vom 15-Zoll-Modell gibt es auch erste Bilder. Offizielle Teardowns bekannter Institutionen wie iFixIt gab es von den neuen Rechnern aber noch nicht.

Beobachter hatten vermutet, dass Apple die SSD bei den Touch-Bar-Modellen auswechselbar macht – beim neuen 13-Zoll-Modell ohne Touch Bar ist das nämlich so. Die Module von Apple sind traditionell proprietär; es gibt eine eigene Steckverbindung und auch einen von Apple angepassten Controller. Allerdings kommen normalerweise einige Monate nach dem Verkaufsstart neuer Macs stets Dritthersteller auf den Markt, die kompatible Produkte anbieten – etwa der Hardwarespezialist OWC. Bei einer Verlötung ist das natürlich nicht möglich.

Warum Apple die SSD bei den Touch-Bar-Modellen mit der Hauptplatine vernagelt, bleibt unklar – aber schon beim MacBook mit Retina-Display verfolgt der Konzern diese Taktik. Platz für eine Entnehmbarkeit scheint genug vorhanden zu sein.

Das 13-Zoll-Modell des MacBook Pro mit Touch Bar kann mit maximal 1 TByte SSD-Speicher konfiguriert werden, die 15-Zoll-Version mit maximal 2 TByte. Die Preise sind allerdings gesalzen. Kauft man beispielsweise die 15-Zoll-Version mit 2,6 GHz und 256 GByte Standard-SSD, werden für das 2-TByte-Modul 1680 Euro Aufpreis fällig. Allerdings ergaben erste Tests, dass die von Apple verbauten SSDs durchaus flott sind. (bsc)