OS X 10.11 bringt TRIM-Support für Nicht-Apple-SSDs

Bislang musste man mit Hacks arbeiten, wenn man unter OS X für nicht von Apple zugelassene Flash-Medien eine TRIM-Unterstützung haben wollte. Das soll sich bald ändern – allerdings auf eigene Gefahr.

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SSD-Modul: Wer TRIM will, muss OS X derzeit noch mit Tools bearbeiten.

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Wer OS X nutzt und eine SSD verbauen möchte, die nicht von Apple stammt, kennt das Problem: Die Verwendung von TRIM ist nur mit Hacks wie TRIM Enabler möglich – die wiederum seit OS X 10.10 aufgrund von Veränderungen bei der Behandlung von Kernel-Extensions Probleme bereiten.

Mit OS X 10.11, Codename "El Capitan", soll sich das nun ändern, berichten Entwickler, die die Beta des neuen Betriebssystems bereits testen konnten. Demnach liefert Apple ein offizielles Kommandozeilenwerkzeug namens "trimforce" mit, das TRIM für Nicht-Apple-Geräte erzwingt. Es lässt sich mittels Superuser starten, was allerdings bedingt, dass Apples neue Rootless-Sicherheitsfunktion deaktiviert wird – allerdings nur temporär. Die notwendigen Befehle lassen sich im Forum von MacRumors nachlesen.

Beim Ausführen von "trimforce" warnt Apple allerdings davor, dass das Unternehmen nicht verantwortlich für mögliche Datenverluste ist – was absehbar war. Nach einem Reboot, der automatisch eingeleitet wird, soll TRIM dann auch für SSDs zur Verfügung stehen, die nicht von Apple stammen. Bislang gibt es noch keine Berichte über mögliche Probleme mit dem Kommando – Interessierte mit El-Capitan-Betazugriff sollten aber besser erste Erfahrungen abwarten.

Cindori, Hersteller von TRIM Enabler, plant nun, seine Software zu "trimforce" kompatibel zu machen, also eine grafische Schnittstelle für das Kommando zur Verfügung zu stellen. Damit wäre es wahrscheinlich nicht mehr notwendig, den Signaturzwang bei Kernel Extensions abzuschalten, um TRIM Enabler zu nutzen. (bsc)