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Oculus-Gründer: Facebook ist eine bessere Heimat als Apple

Palmer Luckey hat auf Reddit den zahlreichen Kritikern geantwortet, die die Übernahme der VR-Firma durch den Social-Networking-Riesen ablehnen. Unter anderem versprach er, dass es keinen Facebook-Anmeldezwang geben werde.

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Das aktuelle Entwicklerkit der Oculus Rift.

(Bild: Hersteller)

In einem langen Thread auf Reddit hat sich Oculus-VR-Gründer Palmer Luckey zur vielkritisierten Übernahme seiner Firma durch Facebook geäußert. Der zwei Milliarden Dollar schwere Aufkauf sei der richtige Schritt für das Unternehmen. Man werde sich bei dem Social-Networking-Riesen frei entfalten können. Es werde keine spezifische Facebook-Einbauten in die Technik geben, versprach er – auch keinen Facebook-Account-Zwang für Spieler und Entwickler. "Das wäre lame", so Luckey auf Reddit.

Zu möglichen anderen Käufern äußerte sich Luckey erstmals auch. "Warum sollten wir an jemanden wie Microsoft oder Apple verkaufen?", schrieb er. Diese Firmen hätten Oculus "auseinanderreißen" können und die Stücke dann "zu ihrer eigenen Vision der virtuellen Realität" zusammenbauen können, "eine, die zu ihrer aktuellen Strategie passt, was immer die ist". Luckey wörtlich: "Keine Chance." Ob es überhaupt Verhandlungen mit Apple, Microsoft oder Sony, wo ebenfalls an neuen VR-Brillen gearbeitet wird, gab, sagte Luckey nicht. Auch auf die Nachfrage, ob Facebook nicht Ähnliches mit seiner Firma vorhabe, blieb der Oculus-VR-Gründer stumm.

Facebook sei aber definitiv ein besserer Partner als andere große Technikfirmen. "Wir müssen keine Kompromisse eingehen, egal bei was." Mit Facebook im Hintergrund könne sich Oculus nun auch leisten, eigene Hardware herzustellen – das sei "wahnwitzig teuer". Bisher hat man zweckentfremdete Smartphone-Bauteile ("Scraps") verwendet.

Oculus VR habe nun das Geld, die richtigen Entscheidungen "für die Zukunft der virtuellen Realität" zu treffen. Man müsse auch wissen, dass die Firma schon zuvor aufgrund ihrer Großinvestoren ihr eigenes Schicksal nicht vollständig habe kontrollieren können. Facebook glaube nun aber an die Langzeitvision. "Sie wollen, dass wir unsere Roadmap durchziehen und nicht kontrollieren, was wir tun."

Luckey versprach zudem demnächst "gute Nachrichten", die direkt mit dem Aufkauf zusammenhingen. Ob damit eine möglicherweise schnellere Auslieferung des nächsten Entwicklerkits gemeint ist, verriet er nicht. Er sagte aber, Oculus VR werde die neugewonnenen Mittel auch in die Schaffung interessanter Inhalte investieren (bsc)