Menü
Mac & i

Online-Petition: Cutter und Filmemacher wollen "ihr" Final Cut Pro zurück

vorlesen Drucken Kommentare lesen 271 Beiträge

Apple hat sich mit dem von Grund auf neu programmierten Videoschnittprogramm Final Cut Pro X keine Freunde unter den Schnittprofis gemacht, zumal Apple Final Cut Studio 3 abgekündigt hat und somit der Support für das darin enthaltene Final Cut Pro 7 wegfällt.

Nachdem sich viele Profis ihrem Ärger in diversen Beiträgen Luft gemacht haben, formiert sich nun gezielter Protest in Form der Online-Petition "Final Cut Pro X is Not a Professional Application". Zum Redaktionsschluss dieser Meldung haben über 2500 Nutzer unterzeichnet.

Für Cutter und die betroffenen Filmemacher ist Final Cut Pro ebenso wie Photoshop, Maya, die Pro Tools und andere Standardprogramme ein essenzielles Werkzeug, heißt es in der Petition. Viele hätten hunderttausende (einige sogar Millionen) US-Dollar in Firmen investiert, die sich auf Final Cut Pro verlassen. Sie sehen sich nun mit einem für "Prosumer" gemachten Nachfolger konfrontiert, der diversen Firmen die Arbeitsgrundlage entziehen würde – unter anderem, weil durch die Migration enorme Hardware- und Software-Kosten anfallen würden.

Nach Meinung der Unterzeichner hätte Apple bei einer Software, die als Industriestandard gilt, keinen "revolutionären" Paradigmenwechsel vollziehen dürfen, dies sei den professionellen Nutzern gegenüber unfair und verheerend für die Final-Cut-Community.

Daher fordert die Petition von Apple, den Support für Final Cut Studio 3 sofort wieder aufzunehmen, Final Cut Pro mit bisherigem Funktionsumfang und der Bedienoberfläche von Final Cut Pro 7 unter neuem Namen weiterzuführen und Final Cut Pro X als Teil der iMovie-Familie zu vermarkten respektive explizit als "Prosumer"-Produkt zu kennzeichnen.

Alternativ schlagen die Unterzeichner vor, den Quellcode von Final Cut Pro 7 zum 1. Januar 2012 zu versteigern oder an eine Firma zu verkaufen, die es weiterentwickelt. (vza)