Persönliche Gesundheitshinweise: Apple und US-Versicherer arbeiten zusammen

Eine gemeinsam mit Apple entwickelte App soll Versicherten anhand ihrer Krankheitsgesschichte personalisierte Hinweise geben – und gesundes Verhalten belohnen.

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Aetna und Apple

(Bild: Attain-Webseite)

Von
  • Leo Becker

Der US-Versicherer Aetna hat eine in Zusammenarbeit mit Apple entwickelte App vorgestellt: "Attain" soll Versicherungsnehmern anhand ihrer Krankengeschichte persönlich zugeschnittene Mitteilungen auf iPhone und Apple Watch liefern, etwa zu Impfungen, Arztbesuchen und zur Neige gehenden Medikamenten.

Darüber hinaus könne der Versicherte durch Aktivität, gesundes Verhalten, und der erfolgreichen Teilnahme an Herausforderungen Bonuspunkte für Einkaufsgutscheine oder eine neue Apple Watch sammeln.

Es sei die erste App, die ihre Empfehlungen durch die Kombination aus Krankengeschichte mit den Sensordaten der Apple Watch für jeden einzelnen Nutzer personalisiere, wie das Versicherungsunternehmen mitteilte.

Nutzer der App können die erfassten Daten und ihre Krankengeschichte zusätzlich mit Apple teilen, um die Empfehlungen durch "Analyse und Maschinenlernen" zu verbessern, merkt der Versicherer an. Je mehr Apple im Laufe der Zeit dadurch lernt, desto näher komme man dem Ziel, immer persönlichere Gesundheitsempfehlungen liefern, betonte Apples COO Jeff Williams.

Die Teilnahme an dem Attain-Programm sei rein freiwillig, betont Aetna. Die gesammelten Daten sollen nicht für Entscheidungen rund um Vertragsabschlüsse, Versicherungsbeiträge und Fragen der Abdeckung herangezogen werden, betont der Versicherungskonzern weiter. Alle Daten würden in einer abgesicherten Umgebung auf Servern von Aetna und Apple gespeichert.

Die App soll ab Frühjahr für Versicherungsnehmer mit Apple Watch angeboten werden. Aetna und Apple arbeiten seit längerem zusammen, das Versicherungsunternehmen gibt die Smartwatch an eigene Mitarbeiter aus und bietet diese auch mehreren Millionen Versichungsnehmern vergünstigt an.

Apple Watch EKG-Funktion (5 Bilder)

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(Bild: Apple)

Die Apple Watch soll Träger inzwischen auf Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) aufmerksam machen, die Funktion ist bislang aber noch nicht global verfügbar. Ein US-Pharmariese will nun prüfen, inwiefern die Computer-Uhr zur Schlaganfall-Vorbeugung dienen kann.

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