Phishing: LKA warnt vor gefälschten Apple-Rechnungen

Betrüger versuchen derzeit, an Apple-ID-Daten von Nutzern in Deutschland zu gelangen. Opfer werden auch zu Upload von Perso und Kreditkarte aufgefordert.

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(Bild: Shutterstock/Elvira Koneva)

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Apple-Kunden in Deutschland sind erneut im Visier von Betrügern: Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor E-Mails mit gefälschten Bestellbestätigungen und Rechnungen für vorgebliche App-Store-Einkäufe. In den Schreiben wird vorgegaukelt, dass über die Apple-ID des Nutzers kostspielige In-App-Käufe getätigt wurden.

Die Betrüger wollen auch Fotos von Ausweis und Kreditkarte – mitsamt Selfie.

(Bild: Polizei Niedersachsen)

Das LKA beschreibt die Masche so: In der E-Mail ist ein PDF-Dokument angehängt, das wiederum Links zu einer gefälschten Website enthält, die die Optik der Apple-Seite imitiert. Dort soll man sich mit der Apple-ID anmelden und persönliche Daten eintragen. Will man nun die vermeintliche Bestellung stornieren, wird man aufgefordert, Fotos von Kreditkarte und Ausweis hochzuladen – mitsamt eines Selfies. Nachdem man diese geschickt hat, wird man auf die echte Apple-Seite geleitet. Schon im Oktober waren ähnliche Betrugsmails im Umlauf.

Wer auf diesen Phishing-Trick der Kriminellen hereingefallen ist, sollte umgehend die Zugangsdaten für das Apple-Konto ändern – sonst ist etwa auch eine Erpressung über die Fernsperrungsfunktion der Geräte möglich, wie die Polizei warnt. Sie rät auch, Apples Zwei-Faktor-Schutz zur Absicherung des Benutzer-Accounts zu aktivieren.

Die Kreditkarte lassen Betroffene sperren, etwa indem sie den Sperr-Notruf 116 116 anrufen. Außerdem ist eine Anzeige bei der Polizei empfehlenswert. Dabei sollte man auch darauf hinweisen, dass man seine Ausweisdaten preisgegeben hat, diese könnten die Täter nämlich für weitere Betrügereien wie Konteneröffnungen missbrauchen.

(dpa) / (lbe)