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Photoshop-Alternative Affinity Photo hält Preis für iPad-App unten

Die noch junge iOS-Version der Bildbearbeitungs-App wird dauerhaft zum niedrigeren Einführungspreis angeboten. Dies soll auch einen Vergleichsmaßstab für den Preis professioneller iPad-Apps setzen, so das Entwicklerstudio.

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"Keine Abos": Serif grenzt sich vom zunehmend gängigeren Abomodell für Software ab.

(Bild: Webseite des Herstellers)

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Affinity Photo für das iPad wird dauerhaft zum Preis von 22 Euro angeboten. Ursprünglich sei geplant gewesen, den Preis nach der Einführungsphase auf gut 30 Euro zu erhöhen, wie das Entwicklerstudio Serif mitteilte – doch die Verkäufe hätten die “optimistischsten Prognosen übertroffen”. Man habe vor der Veröffentlichung noch keinen Referenzwert gehabt, um den “richtigen Preis” für eine derart “vollausgestattete iOS-Profi-App” einzuschätzen, so die Entwickler – inzwischen habe man das Feedback studiert und sich für den niedrigeren Preis entschieden.

Der Kaufpreis von 22 Euro soll zugleich einen Vergleichsmaßstab für andere Profi-Apps auf dem iPad darstellen, betont Serif. Das britische Entwicklerstudio vermarktet Affinity Photo als Alternative zu Photoshop und Adobes Abo-Modell: Der Einmalkaufpreis wird dabei klar in den Vordergrund gestellt. Die Mac- und Windows-Version der Anwendung kostet 55 Euro. Ob Serif für eine größere neue Version künftig erneut Geld verlangt, bleibt offen. Das jüngste Update der iPad-App bringt weitere Funktions- und Leistungsverbesserungen, Apples App Store erlaubt nur kostenlose Updates für bestehende Programme.

Seit längerem wird diskutiert, ob es überhaupt einen größeren Markt für professionelle iPad-Software gibt. Der populäre Texteditor Ulysses, der zum Preis von 28 Euro für iPad und iPhone angeboten wurde, hat sein Geschäftsmodell jüngst komplett auf ein Abo-Modell umgestellt – ebenso wie weitere iOS- und Mac-Apps zuvor schon. Apple rückt die Abonnements inzwischen deutlich in den Vordergrund, seit vergangenem Jahr stehen diese alles App-Kategorien offen.

Nach anfänglich explosivem Wachstum musste Apple beim iPad über einen längeren Zeitraum Rückläufe verzeichnen, erst im jüngsten Quartal zog der Absatz wieder an – zudem stagnierte das Software-Angebot und iOS 10 brachte kaum Neuerungen für das iPad. Mit iPad Pro und iOS 11 will der Hersteller die Modellreihe zu einer leistungsfähigen Desktop-Alternative machen.

Affinity Photo für iPad (4 Bilder)

Affinity Photo für iPad unterstützt umfangreiche Ebenenfunktionen.

(lbe)