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Podcasts: Apple verwirrt mit neuen Metadatenanforderungen

iTunes und Podcasts-App sind die mit Abstand größte Verteilstation für Audiosendungen. Nun mussten Macher kurzzeitig fürchten, dass Apple ihre Shows streicht.

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Ein User hört Podcasts.

(Bild: dpa, Christin Klose)

Apple ist in Sachen Podcasts Marktführer: Keine andere Plattform verteilt so viele der Audioshows wie iTunes auf Mac und PC und die Podcasts-App für iOS-Geräte. Entsprechend genau schauen Podcaster auf die Regeln, die der Konzern aufstellt. In dieser Woche verwirrte Apple nun die Kreativen mit neuen Anforderungen in Sachen Metadaten – und brachte die Sorge auf, dass einige Podcasts sogar gelöscht werden könnten.

In einer E-Mail hieß es unter anderem, dass es künftig unerwünscht sei, Episodennummern in Podcast-Titeln zu verwenden, denn dafür sind andere Metadatenfelder zuständig. "Qualitativ schlechte Metadaten" sorgten dafür, dass es der Firma nicht möglich sei, sicherzustellen, dass "unsere Plattform Apples Qualitätsstandards" einhalte.

Schlimmstenfalls könnten Podcasts, die sich nicht an die Regeln halten, "zurückgewiesen oder entfernt" werden. Das sorgte für Aufruhr in der Szene, denn es gibt durchaus Anwendungsfälle, in denen Episodennummern in Podcast-Titeln sinnvoll sind – etwa, wenn sich ein Podcast mit spezifischen Folgen einer Fernsehsendung beschäftigt.

Apple scheint mittlerweile bewusst geworden zu sein, dass seine Drohung mit möglicher Podcast-Entfernung Ängste und Unverständnis hervorgerufen hat. In einer zweiten E-Mail, die der Konzern am Donnerstag verschickte, heißt es, man habe "viele Fragen zu den Metadata-Best-Practices" bei Apple Podcasts erhalten. Man wolle daher mehr Details und Klarstellungen liefern. Fettgedruckt heißt es in der Nachricht, Shows würden (nun?) nicht entfernt, wenn sie im Titel Episodennummern enthielten. Dennoch hoffe Apple, dass die Podcaster künftig das korrekte Metatag für die Episodennummer verwende.

Der iPhone-Hersteller hatte zuletzt sanft damit begonnen, ein verbessertes Tracking von Podcast-Daten zu erlauben. Das stieß nicht überall auf positive Reaktionen – manchem Podcaster sind die Daten zu wenig, andere finden, sie wollten diese Daten überhaupt nicht. (bsc)