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Preiserhöhung in den europäischen App Stores

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Unschöne Überraschung im App Store: Apple hat in der Nacht zum Freitag damit begonnen, die Preise in seinen europäischen App Stores zu erhöhen. Lag der Einstiegstarif für eine normale App bislang bei 79 Cent, müssen nun mindestens 89 Cent bezahlt werden. Bei teureren Anwendungen schlägt Apple noch mehr drauf: So muss man etwa für die iOS-Version von Pages 8,99 Euro statt vormals 7,99 Euro berappen. Die Preiserhöhung gilt sowohl im iOS App Store als auch im Mac App Store – bei letzterem geht es nun ebenfalls bei 89 Cent los und höher bepreiste Apps wurden verteuert.

Neu ist nur der Preis: Pages im iOS App Store.

Eine vollständige Dollar-zu-Euro-Angleichung hat Apple zum Glück aber nicht vorgenommen – in den USA werden als Einstiegspreis nach wie vor 99 US-Cent fällig (ohne Umsatzsteuer). Grund für den Preisschub könnte eine Anpassung an den Euro-Dollar-Kurs sein, allerdings stand der Euro in den vergangenen Monaten durchaus schon einmal schlechter. Die Preiserhöhung betrifft alle Euro-Staaten.

Apple soll außerdem parallel damit begonnen haben, in einigen Ländern Landeswährung zu verlangen, wo zuvor nur der Dollar als Zahlungsmittel möglich war. Darunter sind Israel, Russland, Indonesien, Südafrika, mehrere arabische Staaten, Indien und die Türkei.

[Update 26.10.12 14 Uhr 15:] Die Preise für Inhalte-Abos haben sich ebenfalls erhöht. Wer Magazine oder Zeitungen mit automatischer Verlängerung auf iPhone, iPad oder iPod touch abonniert hat, muss dieser erneut zustimmen, wie die Kollegen von iPhone-Ticker.de festgestellt haben.

Bei Verlagen in Deutschland stieß das Vorgehen auf Kritik. "Es ist schwer zu verstehen, warum das über Nacht gemacht wurde und ohne die Betroffenen vorher zu informieren", sagte ein Sprecher des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverlage (BDZV) der Nachrichtenagentur dpa. "Die Verlage werden ebenso wie ihre Kunden vor vollendete Tatsachen gestellt." (bsc)