Problematische MacBook-Tastatur hat angeblich bald ausgedient

Apple löst das dünne Butterfly-Keyboard einem Bericht zufolge durch eine neue Tastatur mit Scherenmechanik ab. Den Anfang mache das 2019er MacBook Air.

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MacBook Pro

Im MacBook Pro setzt Apple seit 2016 auf die Butterfly-Tastatur.

(Bild: dpa, Christoph Dernbach)

Von
  • Leo Becker

Das Ende von Apples umstrittener Butterfly-Tastatur kommt in Sicht: Nach unzähligen Problemberichten, Sammelklagen, mehrfachen Nachbesserungen und einem Austauschprogramm wird der Mac-Hersteller in kommenden Laptop-Reihen offenbar eine komplett neue Tastatur einführen, die wieder auf Scherenmechanik setzt. Das berichtet der Analyst Ming-Chi Kuo, dem ein sehr guter Draht zu Apple-Zulieferern nachgesagt wird – kein Analyst hat eine bessere Trefferquote bei der Vorhersage noch geheimer Hardware-Neuerungen des Konzerns.

Die neue MacBook-Tastatur biete einen längeren Tastenhub; die Verstärkung der Tasten durch Glasfasern könne zudem für eine höhere Strapazierfähigkeit sorgen, führt Kuo in einer Mitteilung an Investoren aus, die Macrumors veröffentlicht hat. Die neue Scherentastatur sei zwar etwas dicker als die sehr dünne Butterfly-Tastatur, doch die meisten Nutzer würden wohl "keinen Unterschied bemerken", heißt es weiter. Da die Tastatur mit Scherenmechanik billiger zu produzieren sei, werde auch Apple von der Umstellung profitieren.

Als erstes soll die 2019er Neuauflage des im vergangenen Jahr komplett überarbeiteten MacBook Air die neue Tastatur erhalten, prognostiziert der Analyst. 2020 komme das Keyboard mit Scherenmechanik dann auch in die wichtige MacBook-Pro-Reihe, die Apple jüngst erst mit neuen Prozessoren aktualisiert hat. Langfristig werde die Butterfly-Tastatur "endlich" aus allen Apple-Laptop-Reihen verschwinden, so Kuo.

Die Butterfly-Tastatur hat Apple 2015 im kompakten 12"-MacBook eingeführt und schrittweise in allen anderen MacBook-Modellreihen zum Einsatz gebracht – bis auf das 2017er MacBook Air, das im alten Gehäuse weiterhin angeboten wird. Anfang 2019 entschuldigte sich der Hersteller erstmals direkt bei betroffenen Kunden, betonte zugleich aber, es handele sich nur um eine "kleine Zahl". Ein Apple-Austauschprogramm soll eine kostenlose Reparatur der Tastatur sicherstellen, es deckt einen Zeitraum von vier Jahren nach dem Kauf ab – und schließt auch die neusten 2019er MacBook-Pro-Modelle ein.

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(lbe)