Probleme bei 5K-Monitor UltraFine: Weder Apple noch LG sehen sich zuständig

Mac-Nutzer, die Probleme mit dem von Apple vertriebenen LG-Bildschirm haben, werden derzeit von Support-Mitarbeitern an das jeweils andere Unternehmen verwiesen. Apple wartet auf ein überarbeitetes Modell, das sich nicht mehr abschalten soll.

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(Bild: Hersteller)

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Für das Thunderbolt-3-Display "UltraFine 5K" sieht sich in Deutschland offenbar weder der Hersteller LG noch der Exklusivanbieter Apple zuständig: Käufer werden bei Problemen vom Support an das jeweils andere Unternehmen verwiesen, wie Nutzer berichten. Einem Leser gegenüber teilte der LG-Support zum Beispiel mit, das UltraFine 5K werde “in Deutschland nicht vertrieben" und man leiste deshalb auch keinen Support dafür. Das Produkt sei im Auftrag von Apple produziert und “wird allein von Apple auf den Markt gebracht”.

Dem UltraFine-5K-Display liegt der übliche LG-Garantiebeipackzettel bei, der auch auf eine deutsche Service-Hotline des Herstellers verweist. Eine Nachfrage von Mac & i zur Garantieabwicklung und Support-Zuständigkeit blieb bislang unbeantwortet – sowohl von Apple als auch LG.

LG hat Anfang des Monats eine überarbeitete Version des erst wenige Wochen alten 5K-Monitors angekündigt. Ab Februar produzierte Modelle werden mit einer verbesserten Abschirmung ausgerüstet, die Interferenzen vermeiden soll. Mehrere Nutzer, die eine WLAN-Basisstation in unmittelbarer Nähe des Bildschirms betreiben, berichten über plötzliches Abschalten und andere Störungen. Apple hat die Lieferzeit für den Bildschirm inzwischen wieder auf mindestens fünf bis sechs Wochen erhöht – offenbar wartet der Mac-Hersteller auf die übearbeitete Fassung.

Nach wie vor ist unklar, was betroffene Käufer des Bildschirms genau machen sollen – in den USA kümmert sich Apple in den eigenen Ladengeschäften offenbar Fall für Fall um das Problem. Dafür muss man das 27-Zoll-Display aber erstmal in einen Apple Store schleppen.

Der für das neue, nur mit USB-C-Anschlüssen ausgerüstete MacBook Pro gedachte Thunderbolt-3-Bildschirm weist auch weitere Probleme auf, unter anderem bei der Steuerung des Displays über die Mac-Tastatur – etwa zur Änderung der Bildschirmhelligkeit und Lautstärke. Dies versucht Apple offenbar mit macOS 10.12.4 anzugehen, das Update ist derzeit noch in der Betaphase. Auch mit dem Ruhezustand des Macs kann es bei angeschlossenem Display zu Problemen kommen.

[Update 10.02.2017 15:25 Uhr] Für die UltraFine-Bildschirme ist der LG-Support zuständig, betonte ein Pressesprecher inzwischen gegenüber Mac & i. Die vom Support getätigten Aussagen könne man "nicht nachvollziehen". Kunden, die mit den UltraFine-Displays Probleme haben, solllen LG per E-Mail und Chat kontaktieren oder sich telefonisch an eine kostenpflichtige Hotline (unter 01806115411) wenden.

LG UltraFine Display für MacBook Pro (4 Bilder)

In LGs 5K-Display ist eine Kamera integriert – sowie Mikrofon und Lautsprecher.

(Bild: Hersteller)

(lbe)