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Proxy Access bei Apple: Mehr Einfluss für Großaktionäre

Apple hat die Satzung geändert: Mit dem neu eingeführten "Proxy Access" ist es Aktionären jetzt möglich, einen Kandidaten für den Verwaltungsrat zu ernennen.

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Der Ex-Boeing-Finanzchef James Bell ist das jüngste Mitglied in Apples Verwaltungsrat

(Bild: dpa, Boeing)

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Apple-Aktionäre erhalten sogenannten "Proxy Access", wie der Konzern in einer Eingabe an die US-Börsenaufsicht SEC mitteilte. Die geänderte Satzung erlaubt es Aktionären, ein Mitglied für den Verwaltungsrat (Board of Directors) zu nominieren. Voraussetzung ist, dass der Aktionär – oder eine Gruppe von bis zu 20 Aktionären – einen Anteil von mindestens 3 Prozent seit mindestens 3 Jahren hält.

Aktionäre können auf diese Weise Kandidaten für bis zu 20 Prozent des gesamten Boardes vorschlagen, merkt der Konzern an. Apples Verwaltungsrat zählt derzeit acht Mitglieder, somit ist die Nominierung einer Person möglich.

Apple hat im vergangenen Jahr mit dem Umbau des Verwaltungsrates begonnen und achtet verstärkt auf Diversität, so sind inzwischen zwei Frauen im Board of Directors vertreten. Als neuestes Mitglied hat der Konzern im Oktober James Bell in das Board aufgenommen, Bell war Finanzchef des Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns Boeing. Zu den weiteren Mitgliedern des Verwaltungsrates gehören der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore sowie Walt-Disney-Chef Robert Iger.

Andere US-Unternehmen wie Coca Cola, McDonald’s oder jüngst auch der Netzbetreiber AT&T haben den "Proxy Access" ebenfalls in ihren Satzungen festgeschrieben. Aktivistische Investoren hoffen, dass Apples Schritt Signalwirkung hat und weitere Konzerne ihre Satzung entsprechend anpassen. (lbe)