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Qualcomm hofft auf erstes 5G-iPhone

Nach der Einigung zwischen dem Funkchipriesen und Apple soll das 2020er iPhone erstmals 5G-Technik bekommen. Qualcomm sieht ein Umsatzwachstum.

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Qualcomm und Apple waren über Jahre zerstritten.

(Bild: dpa, Andrej Sokolow)

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Noch gibt es keine Apple-Smartphones mit 5G. Im kommenden Herbst könnte sich das ändern – und schon jetzt ist klar, wer den Funkchip dafür liefern wird. Zumindest ist man davon intern beim Produzenten Qualcomm überzeugt. Dieser rechnet für das kommende Jahr mit dem ersten großen Schub beim superschnellen Datenfunk. In seinem noch bis Ende September 2020 laufenden Geschäftsjahr will das US-Unternehmen zwischen 175 Millionen und 225 Millionen 5G-Chips absetzen – und davon eine Stange auch im iPhone, wie Beobachter glauben.

Für dieses Kalenderjahr geht die Marktforschungsfirma Gartner von nur rund 15 Millionen verkauften 5G-Handys aus – bei etwa 1,5 Milliarden Smartphones insgesamt. Nachdem Apple seinen langen Patentstreit mit Qualcomm beigelegt hatte, ist nun der Weg frei für erste 5G-iPhones mit Chips des Konzerns. Die Einigung brachte Qualcomm bereits eine Zahlung von rund 4,5 Milliarden US-Dollar und eine mehrjährige Liefervereinbarung ein.

Trotzdem glaubt man in der Branche nicht, dass der "Apple-Effekt" bei Qualcomm sehr lange anhalten wird. Der Grund: iPhones sollen auf absehbare Zeit mit eigenen 5G-Mobilfunkchips von Apple ausgerüstet werden. Eigene Mobilfunkmodemchips von Apple gibt es bislang noch nicht – obwohl der Konzern stets anstrebt, wichtige Hardware aus eigener Expertise produzieren zu lassen. Doch bis 2022 könnte es nun soweit sein. Der Konzern habe eine "aggressive" Deadline aufgelegt, hieß es zuletzt im Oktober.

Experten hat sich Apple dafür längst eingekauft. Neben eigenen Chipabteilungen etwa in San Diego, wo Qualcomm sein Hauptquartier hat, kann Apple auf die Mobilfunkkompetenz von Intels ehemaliger Funktechnikabteilung zugreifen. Diese hat große Teile ihrer Entwicklung interessanterweise in Deutschland – Apple hatte sie im Sommer für rund eine Milliarde US-Dollar übernommen.

Im vergangenen Quartal konnte Qualcomm weiter seine Probleme überwinden, die unter anderem durch den Streit mit Apple und andere Konflikte entstanden waren. Der Umsatz schrumpfte zwar im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar, übertraf damit aber die Erwartungen der Analysten. Unterm Strich gab es einen Gewinn von 500 Millionen Dollar nach roten Zahlen in gleicher Höhe ein Jahr zuvor. Die Aktie legte im frühen US-Handel am Donnerstag zeitweise um mehr als acht Prozent zu. (mit Material der dpa) /

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(bsc)