Quartalszahlen: Apples Weihnachten war wieder ein Rekord

Der Umsatz des iPhone-Konzerns steigt auf fast 92 Milliarden US-Dollar – und auch der Gewinn war nie höher. iPhone, Wearables und Dienste treiben das Geschäft.

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Apple-CEO Tim Cook hat gut lachen.

(Bild: dpa, Matt Dunham)

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Apple hat im vierten Quartal 2019 erneut gut verdient. Sowohl bei den Erlösen als auch beim Profit erreichte der Konzern neue Allzeithochs. Der Gewinn stieg auf 22,2 Milliarden US-Dollar, das entspricht 4,99 Dollar pro Anteilsscheint – ein Plus von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Beim Umsatz ging es auf 91,8 Milliarden Dollar hoch, ein Plus von 9 Prozent.

Umsatz- und Gewinntreiber waren laut Angaben von Apple-CEO TIm Cook sowohl das traditionelle Topprodukt, das iPhone, als auch die stark wachsende Wearables-Sparte mit Apple Watch und AirPods (Pro). Auch bei den Diensten mit iCloud, Apple Music, Apple TV+ und anderen Services habe man nie höhere Umsätze erzielt. iPhone 11 und 11 Pro hätten eine "starke Nachfrage" gesehen.

Der iPhone-Umsatz wuchs um 7,6 Prozent auf 56 Milliarden Dollar, das Wearables-Geschäft ging um fast 37 Prozent auf rund zehn Milliarden Dollar hoch. Mit Diensten generierte Apple im Quartal 12,7 Milliarden Dollar, rund 17 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Der Operating Cash Flow lag laut Angaben von Finanzchef Luca Maestri bei 30,5 Milliarden Dollar. 25 Milliarden seien in Form von Dividenden (3,5 Milliarden Dollar) und Aktienrückkäufen (20 Milliarden Dollar) an Investoren zurückgeflossen. Man wolle weiterhin "Cash neutral" werden, betonte der Chief Financial Officer. Dazu will Apple seine hohen Bargeldbestände zurückfahren.

Für das 1. Quartal 2020 erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 63 und 67 Milliarden Dollar, eine Marge zwischen 38 und 39 Prozent, operative Ausgaben zwischen 9,6 und 9,7 Milliarden Dollar und eine Steuerquote von 16,5 Prozent. Die nächste Cash-Dividende wird 77 US-Cent pro Anteilsschein umfassen und wird zum 13. Februar gezahlt.

Apples aktuelle Börsenparty setzte sich nach Bekanntgabe der Quartalszahlen am Dienstagabend zunächst fort. Nachbörslich ging es um 1,5 Prozent und mehr nach oben. Apple warnte allerdings davor, dass der aktuelle Ausbruch eines neuartigen Coranavirus in China zu Beeinträchtigungen führen könnte. Das sei der Grund dafür, dass die Umsatzvorhersage einen so breiten Korridor hat, teilte der Konzern mit. Apple produziert die meisten seiner Geräte in China, zudem sitzen fast alle wichtigen Zulieferer hier. (bsc)