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RWE will Smartphone-Thermostat Nest vermarkten

Die britische Tochter des deutschen Energieriesen soll die Heizungssteuerung der inzwischen zu Google gehörenden Firma erstmals in Europa anbieten. Sie lässt sich per iOS- oder Android-Gerät kontrollieren.

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Die geplante "aggressive" Europa-Expansion des Google-Zukaufs Nest scheint zu beginnen: Wie das Wall Street Journal Deutschland meldet, soll die britische Tochter des deutschen Energieriesen RWE der erste Versorger in der EU sein, der den intelligenten Temperaturregler der Firma, Nest Learning Thermostat genannt, anbieten darf.

Zuvor war bereits bekannt geworden, dass Nest zuerst nach Großbritannien gehen will. Dazu muss die Plattform zunächst an die dort vorhandene Heizungstechnik angepasst werden. Für andere Märkte müssten ebenfalls passende Versionen entwickelt werden, da sich Thermostate von Land zu Land teilweise stark unterscheidet.

RWE erhofft sich von der Zusammenarbeit ein Umsatzwachstum. Das Unternehmen betätigt sich in den letzten Jahren verstärkt im Bereich "Smart Home", um Einnahmeausfälle bei den traditionellen Kraftwerken durch die zunehmende Verwendung von Ökostrom zu kompensieren. Im letzten Jahr hatte RWE erstmals in 60 Jahren aufgrund von Abschreibungen auf Kraftwerke einen Verlust gemeldet.

Der Nest Learning Thermostat lässt sich per iPhone und Android-Handy steuern und soll sich automatisch an die Gewohnheiten seines Besitzers anpassen. Das spart dann Energie. Nest verkauft außerdem einen intelligenten Rauchmelder, der aufgrund von Sicherheitsproblemen allerdings kürzlich vom Markt genommen werden musste.

Kritik gibt es an Nest auch, weil das Unternehmen reichlich Daten über seine Nutzer sammelt. Diese könnten nun in Googles Hände fallen, auch wenn Nest-Chef Tony Fadell versicherte, dass sich durch den Aufkauf "nichts ändern" werde. (bsc)