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Safari 10 setzt auf Flash-Blockade

Apple verspricht einen schnelleren wie sparsameren Browser. Safari 10 blockiert Flash-Inhalte, stopft Sicherheitslücken und ist auch für ältere OS-X-Versionen erhältlich, manche Funktionen bleiben macOS Sierra vorbehalten.

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(Bild: Entwickler)

Apple hat Safari 10 veröffentlicht, die jüngste Version des Browsers ist auch für OS X 10.11 El Capitan sowie OS X 10.10 Yosemite erhältlich – sie ist zudem fester Bestandteil von macOS 10.12 Sierra. Safari 10 gaukelt Webseiten nun vor, es seien keine Plug-ins vorhanden, selbst wenn Nutzer etwa Adobe Flash oder Silverlight eingespielt haben. Falls ein Video nicht in HTML 5 ausgeliefert wird, muss der Nutzer der Wiedergabe durch Flash erst in einem Warndialog explizit zustimmen. Apples Safari-Team empfiehlt Webseiten-Betreibern deshalb, grundsätzlich auf HTML 5 zu setzen.

Safari 10 sei schneller und sparsamer als Chrome und Firefox, verspricht Apple unter Verweis auf verschiedene Browser-Benchmarks. Bei der Wiedergabe von Netflix-Videos halte der Akku eines mobilen Macs im Vergleich zu den beiden anderen Browsern um bis zu vier Stunden länger durch.

Künftig wird es erstmals möglich, die neuen Browser-Erweiterungen ("Safari App Extensions") über den Mac App Store zu vertreiben sowie zu verkaufen, bislang ließen diese sich nur kostenlos anbieten.

Neue Browser-Erweiterungen (Safari App Extensions) sollen Mac-Programme ein besseres und sicheres Zusammenspiel mit dem Browser ermöglichen. Für iOS entwickelte Inhalte-Blocker seien leichter für macOS respektive OS X anzupassen, so Apple. Entwickler können die Erweiterungen erstmals auch kostenpflichtig im Mac App Store anbieten.

Apple verspricht außerdem Verbesserungen beim automatischen Ausfüllen von Eingabemasken auf Webseiten – auch die Informationen eines “beliebigen Kontaktes” aus dem Adressbuch lassen sich nun automatisch Einfügen.

Zwei große Neuerungen von Safari 10 bleiben macOS Sierra vorbehalten: Dazu gehört die Unterstützung des in Deutschland bislang nicht verfügbaren Bezahldienstes Apple Pay für den Online-Einkauf sowie die neue Bild-in-Bild-Funktion, die das “Herauslösen” eines Videos ermöglicht – es kann dann in einem eigenen Fenster wiedergegeben werden.

Safari 10 schließt eine Reihe an Sicherheitslücken. Dazu gehören auch gravierende Schwachstellen, die das Einschleusen von Schadcode durch Aufruf einer manipulierten Webseite oder böswilliger Web-Inhalte erlaubt, wie Apple ausführt. (lbe)