Schnellere iPods, mehr Touch

Apples iPod touch erbt in der neuen Generation viele Funktionen und Ausstattungsmerkmale vom iPhone. Der iPod nano bekommt unter anderem ein Multitouch-Display.

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Von
  • Markus Stöbe

Der neue iPod touch erbt das Retina-Dsiplay des iPhone 5 und kommt mit der Sprachassitentin Siri.

Apple hat seinen Musikspieler iPod touch deutlich überarbeitet. In ihm schlägt ab sofort ein A5-Prozessor, der zuvor dem iPhone 4S und dem iPad ab Version 2 vorbehalten war. Der Doppelkernprozessor beschert dem Musikspieler nicht nur mehr Rechen- sondern auch ein Plus an Grafikleistung – er soll sieben Mal leistungsfähiger sein als in der Vorgängerversion, wichtig etwa für Spiele. Die Auflösung des eingebauten Retina-Displays erhöht sich geringfügig auf 1136 × 640 Bildpunkte, die Bilddiagonale wie beim iPhone 5 von 3,5 auf 4 Zoll. Das Display wird ebenfalls im In-Cell-Verfahren gefertigt, was das Gerät knapp 6 Millimeter dünn macht.

Sowohl den kleineren Lightning-Dock-Anschluss, die 5-MP-Kamera hinten wie auch die Facetime-Kamera vorn kennt man bereits von Apples Smartphone. Ebenso die Bildstabilisierung für Video-Aufnahmen, die Gesichtserkennung und den LED-Blitz. Die Panorama-Funktion des iPhone 5 soll genauso im iPod touch vorhanden sein wie die Sprachassistentin Siri, die somit nun auf allen aktuellen iOS-Geräten verfügbar ist.

Neben WLAN 802.11 a/b/g/n, Letzteres sowohl im 2,4- als auch im 5,0-GHz-Band, beherrscht der neue iPod touch auch Bluetooth 4.0. Per Airplay-Mirroring gelangen abgespielte Videos auch auf ein AppleTV. Etwas zum Anfassen findet man auf seiner Rückseite: Der iPod touch Loop ist ein versenkter Knopf, der auf Druck ausfährt. An ihm kann man ein (farblich passendes) Bändchen befestigen, das den Musikspieler am Handgelenk befestigt.

Die Bandhalterung des neuen iPod touch.

Die fünfte Generation des iPod touch gibt es nur noch mit 32 und 64 GByte Speicher, die Modelle mit 8 und 16 GByte entfallen. Die Farbpalette hat Apple erweitert: Neben Schwarz und Weiß ist der iPod touch nun in Blau, Grün und Rot zu haben. Die Preise ändern sich nur geringfügig. Das kleine Modell kostet 319, das größere 419 Euro. Die Vorgängergeneration (4G) bietet Apple weiterhin an: mit 16 GByte kostet sie 209, mit 32 GByte 259 Euro.

Der iPod nano bekommt ein größeres Display, das nun per Multitouch-Gesten bedient wird.

Die siebte Generation des iPod nano kommt wieder etwas länglicher daher und ist dafür nur noch 5 Millimeter dünn. Das Display wurde auf 2,5 Zoll vergrößert und kann Multitouch-Gesten verarbeiten. Der Homebildschirm zeigt kein iOS, sondern sechs Icons, die direkt Anwendungen starten oder zur Musiksammlung führen.

Schrittzähler und Nike+ sind weiterhin integriert, ebenso der FM-Tuner. Letzterer kann neuerdings eine laufende Sendung anhalten und weiter abspielen. Neu hinzugekommen sind Funktionen zum Abspielen von Breitbild-Videos. Per Bluetooth kann man Musik beispielsweise zum Autoradio übertragen.

Das Modell mit 8 GByte entfällt; das mit 16 GByte kostet 169 Euro. An Farben stehen Aluminium, Schwarz, Blau, Grün, Pink, Gelb und Rot zur Wahl.

Die wenigsten Neuerungen gibt es beim iPod shuffle: Der kleinste in Apples Player-Linie ist nun in den gleichen Farben wie der iPod nano zu haben. Der Speicherausbau hat sich nicht geändert, ebensowenig der Preis: Den iPod shuffle gibt es nur mit 2 GByte zum Preis von 49 Euro.

Die neuen iPods sollen ab Oktober verfügbar sein und ebenso wie das iPhone 5 die neuen Ohrhöhrer mitbringen. (mst)