Schummeln mit Apple Watch und Co.: Britische Uni verbietet Uhren generell

Weil Computeruhren möglicherweise als Schummelwerkzeug verwendet werden könnten, sollen alle Zeitmesser an der City University in London künftig nicht mehr in Prüfungen am Handgelenk bleiben dürfen.

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Apple introduces Apple Watch

Apple Watch: Ein Schummelwerkzeug?

(Bild: dpa, Monica Davey)

Von
  • Ben Schwan

Smartphones sind, ebenso wie normale Handys, an vielen Unis bei Klausuren schon lange tabu – natürlich auch in Deutschland. Verschiedene britische Universitäten, darunter die City University in London, haben nun beschlossen, das Verbot für Elektronik in Prüfungen auch auf die neue Kategorie der Computeruhren auszudehnen, wie das US-Portal Buzzfeed berichtet.

Dabei soll es keine Überprüfung einzelner Geräte geben, sondern Uhren fürs Handgelenk seien komplett verboten. "Bei großen Prüfungsorten mit über 100 Studenten wäre es nicht praktikabel, jede Uhr zu untersuchen", so die City University in einem Statement. Zuvor hätten Experten der Hochschule das Problem im Herbstsemester 2014 näher untersucht.

Schon im vergangenen Sommer hatten die Prüfungsausschüsse der University of London angekündigt, das Thema auf die Agenda nehmen zu wollen. Damals hieß es, schon jetzt seien mobile elektronische Geräte grundsätzlich bei Prüfungen verboten. Es sei unklar, ob man die kommende Apple Watch leicht von "normalen digitalen oder mechanischen Uhren unterscheiden" könne. Daher sei denkbar, dass Smartwatches "künftig ein Problem" werden könnten.

Für die City University gelten alle Zeitmesser nun als Äquivalent zu Mobiltelefonen. Schon jetzt müssten Handys in Kunststoffbehältern unter dem Tisch verstaut werden. Die gleiche Prozedur werde nun auch für Uhren verlangt. Allerdings ist nicht jede Smartwatch auch wirklich für sich genommen "gefährlich". So benötigt etwa Apples Computeruhr ein iPhone für zahlreiche Funktionen wie den Internet-Zugang. Eigene Apps von Drittentwicklern wird es dort erst später geben. (bsc)