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Setapp: Abo-Dienst für Mac-Apps tritt an

Zum Monatspreis von 10 Dollar erhalten Nutzer Zugriff auf die Mac-Programme verschiedener Entwickler – solange das Abo läuft. Der Anbieter beschreibt den Dienst als eine Art Netflix für macOS-Software.

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Mit Setapp gibt es nun einen ersten Abo-Dienst, der macOS-Software verschiedener Entwickler führt: Zum Preis von 10 Dollar pro Monat erhalten Mac-Nutzer Zugriff auf derzeit gut 60 Programme. Dazu gehört zum Beispiel die preisgekrönte Schreib-Software Ulysses, der Bildorganisator Pixa, der FTP-Client Yummy FTP Pro, der Webseitenersteller RapidWeaver sowie iStat Menus, das Systeminformationen in der Menüleiste einblendet.

Hinter Setapp steht das Entwicklerstudio MacPaw, das die hauseigenen Apps CleanMyMac sowie den Duplikatfinder Gemini ebenfalls auf diese Weise vertreibt. Abonnenten haben die Möglichkeit, sämtliche angebotenen Programme jederzeit zu installieren, zu nutzen und wieder zu löschen. Updates für die enthaltenen Apps werden automatisch bezogen.

Setapp will nur qualitativ hochwertige Mac-Software anbieten und das Angebot im Lauf der Zeit weiter ausbauen – wann und welche Programme hinzukommen, bleibt aber offen. Sollten Entwickler ihre App aus dem Angebot zurückziehen, können bestehende Abonnenten das heruntergeladene Programm weiter verwenden, betonte MacPaw auf Nachfrage von Mac & i. Neuen Abonnenten steht die Software dann nicht zur Verfügung.

Setapp: Abo-Dienst für Mac-Apps (4 Bilder)

Alle Apps, die im Abonnement enthalten sind, werden in einem eigenen Ordner angezeigt.

Das Abonnement lässt sich auf bis zu zwei Macs gleichzeitig nutzen und jederzeit kündigen – bis zum Ende des Abrechnungszeitraumes stehen die Programme weiter normal zur Verfügung. Nach Ablauf des Abos sollen Nutzer noch zwei Wochen lang auf den Dienst zugreifen können, wie MacPaw erklärte – damit lassen sich etwa noch Änderungen in offenen Dokumenten speichern.

Setapp legt einen eigenen Ordner im Programme-Verzeichnis auf dem Mac an, der alle verfügbaren Apps zeigt und Neuzugänge automatisch ergänzt. Ein Doppelklick öffnet erst eine Vorschau auf die App und ihre Funktionen, das Programm lässt sich dann wahlweise richtig installieren und nutzen. Dies funktionierte in einem kurzen Test von Mac & i problemfrei. Setapp übermittelt Daten über die App-Nutzung an den Anbieter – diese dienen auch zur Abrechnung mit den beteiligten Entwicklern, persönliche Daten sollen dabei nicht übermittelt werden.

Setapp bietet eine kostenlose Testphase von 30 Tagen, anschließend beträgt der Monatspreis knapp 10 Dollar. Derzeit akzeptiert der Anbieter nur Kreditkarten als Zahlungsmittel, eine PayPal-Option ist aber geplant. Für den Testlauf muss noch kein Zahlungsmittel hinterlegt werden. Systemvoraussetzung ist mindestens Mac OS X 10.10 Yosemite. (lbe)